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0385 Southern Tibet : vol.8
Southern Tibet : vol.8 / Page 385 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000263
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tragen; die Ausgabe von 1899 bringt dafür den bisher nur durch europäische Reisende bekannten Namen *Yeshil-köl* (aus I-si-li-ku-êrh); hier werden wir bereits an die Südgrenze der Provinz *Hsin-chiang* hinausgeführt.¹

Haben wir einmal die Endpunkte dieser Gebirgsroute gewonnen, dann ist es auch nicht schwer, die Zwischenstationen festzustellen. Danach setzt sich das Itinerar aus folgenden Stationen zusammen:

1. Keriya, 2. Boghaz-längär, 3. Toghrak-längär, 4. Polu, 5. daban, 6. Kar-yaghdi, 7. Khan-längär, 8. Gügürtlük, 9. *Arash-buye, 10. *Kara-öi, 11. Keriya-darya(-si-bash), 12. Yeshil-köl.

**h) Der Weg über den Kara-korum.** Während die Wutschang-Karte südlich von *Karghalik* nur die am Nordfuß des Gebirges gelegenen Wachtstationen *Yol-arik*, *Kök-yar*, *Kälang* und *Sanju* bringt², lernen wir in der Ausgabe von 1899 außerdem noch zahlreiche andere Siedelungen und Stationen kennen, die südwärts bis zum *Kara-korum-Paß* hinaufführen.³ Wir beschränken uns hier auf diejenigen Orte, welche die Verbindung zwischen *Yeh-ch'eng*, der amtlichen Bezeichnung für Karghalik, und dem genannten Paß herstellen; sie lassen sich, wenn wir europäische Aufnahmen vergleichend heranziehen, leicht aus der chinesischen Karte herauslesen:

1. Yeh-ch'eng, 2. Besh-teräk-Paß, 3. Yol-arik, 4. Kök-yar, 5. Shan-sha-r längär (?), 6. Ak-mächit, 7. Chighlik, 8. Alter Mazar, 9. Teräklik (?), 10. Yangi-⁴ bzw. Chirak-saldi-Paß, 11. Khapalong (Kufelong), 12. Meliksha⁵, 13. Kua-pu, 14. Kara-korum-Paß.

In vortrefflicher Weise wird diese Ortsliste ergänzt durch ein Itinerar, das A. v. Le Coq über denselben Weg herstellte, als er seiner Turfan-Expedition über Indien zurückkehrte (Herbst 1906). Obgleich die Route *Karghalik—Kara-korum—Leh* vorher wiederholt von europäischen Reisenden aufgenommen ist, so verdient jenes Itinerar doch die größte Beachtung, weil hier die Ortsnamen zum erstenmal in durchweg korrekter Weise umschrieben und, soweit es möglich war, erklärt werden. Dadurch hat sich v. Le Coq, der sich viel mit der osttürkischen Sprache und Literatur befaßt hat, auch um die Geographie ein unschätzbares Verdienst erworben. Wir sind ihm ganz besonders zum Dank verpflichtet, weil er seine wertvollen Aufzeichnungen uns zum erstenmal zur Veröffentlichung übergeben hat. Er berichtet über die Route *Karghalik—Leh* folgendes⁶:
September 1906.

21. Von *Qaryatiq* (No. 1, Krähenort) nach *Bäš-teräk* (No. 2, fünf Weißpappeln) 80 yol.

22. Aufbruch *Bäš-teräk* um ¹/₄ 10 Uhr, lassen *Yol ariq* (No. 3, Weggraben, Meilengraben) auf der Ostseite liegen, nehmen Tee in *Töwänki längär* (Unteres Rasthaus). Ankunft 8 Uhr in *Kök yär* (No. 4, die blaue [grüne] Lößklippe).