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0390 Southern Tibet : vol.8
Southern Tibet : vol.8 / Page 390 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000263
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3. Kashgar—Kleiner Kara-köl¹: Su-lo (Yangi-shahr), Tokuzak, Landgut Opal, Tashmalik, *Ilguchu,
Oi-tagh, Gez (?), Chakar-aghil², Bulun-köl, Grenzwache K'an-pu, Kara-köl.
4. Yarkand—Sarigh-köl³: So-chü (Yarkand), Tumshuk-särai, Kachung, Chamsal, Kuser-ab, T'ar?,
Akchigh?, Landgut Bildir, Chushman, Tizn-ab, Sarigh-köl (Tash-kurgan), Kuzghun, Guyakbai (Ujadbai).

k) Namenliste zur Karte vom Ts'ung-ling und Lop-nor-Gebiet. Zu einer
vollen Würdigung der beigegebenen Mandschu-Karte (Pl. XXVIII) gelangen wir erst dann,
wenn wir dort jeden einzelnen Namen nach seiner Herkunft, Aussprache und Schreibung
prüfen. Diesen Zweck soll die folgende Namenliste erfüllen, die nahezu 1700 Namen in
sich vereinigt.⁴

Nach ihrer Herkunft sind alle diese Namen in vier Gruppen eingeordnet:

1. Klassische Namen (etwa ¹/₉%). Die Wiedereinführung solcher Namen geht offenbar darauf
zurück, daß man, besonders seit dem Hsi-yü-t'u-chih von 1762, klassische Texte, wie das Ch'ien-
Han-shu und das Shui-ching-chu (s. oben S. 3ff.), vergleichend herangezogen hat; ein neuer Beweis
für die tiefe Verehrung der klassischen Literatur.

2. Chinesische Namen (etwa 11¹/₁₀%). Zahlreich treten sie auf im Bezirk Hami, vereinzelt
in der Umgegend von Turfan; sie scheinen von chinesischen Kolonisten herzurühren, die sich früher
oder erst seit der letzten Eroberung dort angesiedelt haben. Wiederholt sind die chinesischen Formen
mit besonders geläufigen osttürkischen Ausdrücken, wie bashi (Kopf), verbunden (in der Liste durch
kursive Schrift hervorgehoben).

Mit chinesischen Namen sind auch zahlreiche Poststationen entlang der Hauptstraße bezeichnet
(s. oben S. 316ff.); und zwar haben sich diese Benennungen so sehr eingebürgert, daß sie, wie besonders
A. v. Le Coq bezeugen konnte, auch ganz in den osttürkischen Sprachschatz übergegangen sind.

Neben diesen Eigennamen sind einige generelle Bezeichnungen chinesisch, wie die Angaben von
Wachstationen und Grenzposten⁵, Gestüten und Weideplätzen (für Schafe, Rinder, Pferde), sowie die
Hinweise auf Flußübergänge, Erdschätze (Steinkohle, Kupfer, Blei, Eisen, Gold) und besondere Vege-
tations- und Kulturformen (Sandwüste, Wald, kleines Gehölz, Sumpf, Gartenland usw.).

3. Erschlossene einheimische Namen (etwa 56⁹/₁₀). Die Mehrzahl davon ist osttürkischen
Ursprungs, nicht gering ist die Anzahl mongolischer Namen (so namentlich von Hami und Bar-köl,
im Yulduz-Tal und in Nordost-Tibet); in den Pamirgebieten haben wir es vielfach mit kirgisischen