National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Southern Tibet : vol.8 |
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OCR Text
Gehörte.¹ Der Verfasser, der mandschurische Offizier Ch'i-shih-i 七十 — mit dem Beinamen
Ch'un-yüan 椿圓, hat sich lange Jahre in Ostturkistan aufgehalten, um die Geschichte und
Geographie des Landes, die Sitten und Bräuche seiner Bewohner zu studieren. Das hieraus
entstandene Buch erschien zum erstenmal im Jahre 1777; es ist aber noch wiederholt, zu-
weilen unter anderem Titel, gedruckt worden, da es in den gebildeten Kreisen Chinas sehr
viel gelesen wurde.
Der Inhalt verteilt sich auf acht Bücher:
Buch I. II. Geographischer und historischer Abriß über Hsin-chiang (Neue Grenze): Hami, Barköl,
Urumchi, Ili, Tarbagatai, Pichan, Kara-shahr, Kucha, Ush, Yarkand, Kashgar.
Buch III. IV. Berichte über die angrenzenden Länder und Völker: die Kazaken, die Buruten, Andijan,
Bolor, Afghanistan, Hindustan, Kashmir, Badakhshan, Rußland, Khokand, Bukhara.
Buch V. VI. Historische Berichte über das westliche Grenzgebiet: Aufstände der Dsungaren, des
Amursana, des Burhan-addin und Khojo Djan; Empörung von Ush, Unterwerfung der
Turguten.
Buch VII. Sitten und Gebräuche der türkischen Grenzbevölkerung (Ostturkistans).
Buch VIII. Itinerare durch Hsin-chiang.
b) Die Karte. Begleitet ist der Text von sechs Kartenblättern, die eine skizzen-
hafte Darstellung von den Westländern geben; sie erstrecken sich von Chia-yü-kuan (bei
Su-chou) bis Badakhshan, von Urumchi bis zur Nordgrenze Tibets. Als kartographische
Leistung stehen sie tief unter ihrer Vorgängerin, der entsprechenden Darstellung in der
Mandschu-Karte von 1761; aber trotzdem scheinen sie dem Leser im allgemeinen genügt
zu haben, da sie über alle wesentlichen Dinge in der physikalischen und politischen
Geographie Ostturkistans orientieren.
Einen vortrefflichen Einblick in diese Karte gewährt die Bearbeitung eines Blattes
aus dem Nachlaß von Karl Himly; wegen ihrer sorgfältigen Übertragung verdient es,
hier als besondere Beigabe veröffentlicht zu werden (Pl. XXa). Hier zeigt die Darstellung
des Lop-nor ein seltsames Gemisch von alten und neuen Ansichten. Die alte Auffassung
von einem Zusammenhang zwischen dem Tarim und dem Huang-ho kommt hier in der
Weise zum Ausdruck, daß der Endsee des Tarim und die Quellseen des Huang-ho ein-
ander gleichgesetzt werden; denn es heißt sowohl auf der Karte wie im Text, der Ho-pu-nor
(für Lop-nor) sei dasselbe wie Hsing-su-hai.² Um neue Nachrichten handelt es sich, wenn
uns der Lop-nor in der entstellten Form Ho-pu-nor entgegentritt; ebenso gehört hierher die
Angabe im Text, er sei das Sammelbecken des Wei-kan-ho, den wir sonst als Ugen-darya
besonders bei Shah-yar kennen.³ Alles, was südlich von der Linie Pichan — Khotan und
östlich von Khotan — Hinter-Tibet liegt, ein großer Bogen von 10000 li, gilt als das Gebiet
von Hsing-su-hai. Wenn wir damit vergleichen, daß Hsing-su-hai eigentlich nur die
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