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0499 Southern Tibet : vol.8
南チベット : vol.8
Southern Tibet : vol.8 / 499 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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401

9. *Onutu . . . . . . . . . . . 130 li W.
10. *Kolabai . . . . . . . . . . 150 li W.
11. Brücke über den großen Fluß (Gunt) 180 li NW.
12. *Ortaskhun . . . . . . . . . 100 li W.
13. Stadt Shighnan (Bar Panja) . . . . 90 li W.

f) Route Yarkand — Nephritberg. Das wiederholt genannte *Mirdai(Mirza?)-
Gebirge ist wegen seines Nephrits das Ziel vieler Händler gewesen. Daher lernen wir in
der Karte des Hsi-yü-shui-tao-chi ein besonderes Itinerar kennen, das von Yarkand zu
diesem Nephritberg hinaufführt¹; der zugehörige Text bringt dazu die besonderen Namen
für die einzelnen Lagerplätze und die gegenseitigen Entfernungen, die aber lediglich aus
der Karte abgeleitet sind. Genauer ist ein zweites Itinerar; jedoch ist es nur im Text,
und zwar mit seinen ursprünglichen Entfernungszahlen enthalten.²

Erstes Itinerar: Zweites Itinerar:
Yarkand Yarkand
Ulugh-*tubi
Poskam . . . . . . 70 li S.
Ulugh-*ming
Khan Langar . . . . 50 li SW.
Targhachi

Yangi . . . . . . 150 li SW.
*Armas
Shepang . . . . . . 30 li SW.
Kachung
Kuser-ab
Azghansal . . . . . 50 li SW.
Yangi-shepang-Gebirge
*Mirdai-Gebirge *Mirdai-Gebirge . . . 60 li SW.

Aus diesen Itineraren dürfte hervorgehen, daß das *Mirdai(Mirza?)-Gebirge der
Gegend des Sandal-daban entspricht, wo in der Tat noch heute Nephrit gefunden wird.³
Über das Gebirge selbst heißt es, daß es in seinem oberen Teil über 30 li zu allen Jahres-
zeiten mit Schnee bedeckt, daß das Tal über 60 li tief sei; es bestehe aus drei Teilen, der
untere sei bewaldet, der obere bestehe aus lauter Felsen, der mittlere aber heiße wegen
der unabsehbaren Menge von Edelsteinen Nephritberg; die Edelsteinsucher ritten auf Yak-
kühen bis zum Gipfel, meißelten die Steine los und holten später das Herabgefallene ab,
was immer ein Gewicht von einer Million chinesischer Pfunde ausmache.

5. DAS HAI-KUO-T'U-CHIH.

a) Allgemeines. In den Karten, in denen die Verfasser, wie wir eben sahen,
gegenwärtige Zustände darstellen wollen, sehen wir den Begriff Westländer fast nur auf
die Provinz Hsin-chiang (Dsungarei, Ili, Osturkistan) beschränkt; niemals werden z. B. die
Provinzen Tibets einbezogen (vgl. Pl. XXI).⁴ Ganz anders steht es mit den historischen