National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0320 |
Southern Tibet : vol.8 |
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leurs tributs, et comme ils n'ont pas eu affaire avec l'Empire du Milieu, maintenant je les
ai supprimés et ne les ai point mentionnés.
La septième année feou-tch'ang (1137), le premier jour du dixième mois, gravé sur
pierre dans l'école de K'i.
4. HISTORISCHE BEDEUTUNG DER ERDKARTE.
a) Ihre Vorzüge. Die Erdkarte vom Jahre 1137 faßt zum letzten Male in übersicht-
licher Weise das gesamte geographische Wissen zusammen, das die Chinesen im Laufe von
über zwei Jahrtausenden gesammelt haben; hierin wird sie von keiner Seite übertroffen. Am
wenigsten gibt es in der europäischen Kartographie irgendein Werk, das in dieser Be-
ziehung an sie heranreicht; selbst nicht einmal die Geographie des Ptolemäus, die nur auf
eine Entwicklung von etwa sechs Jahrhunderten zurückblickt. Darum haben die Chinesen
ein Recht, auf das älteste direkt erhaltene Denkmal ihrer Kartographie stolz zu sein.¹
b) Ihre Mängel. Trotz seiner Vorzüge zeigt das Werk schon die Spuren des wissen-
schaftlichen Niederganges. Mit der riesenhaften Erdkarte des Chia Tan (801 n. Chr.) war
der Höhepunkt überschritten; seitdem ist nichts Größeres mehr geleistet worden. An der
Karte vom Jahre 1137 haben wir schon den Mangel hervorgehoben, daß sie das quadratische
Netz ganz aufgibt und besonders an den Rändern allzu schematisch gezeichnet ist.
Aber auch in zwei anderen Punkten tritt sie hinter ihre letzten Vorgänger zurück.
In diesen wird großer Wert darauf gelegt, daß ältere und neuere geographische Namen,
die für ein und dasselbe Gebiet auftreten, in richtige Beziehung zu einander gebracht
werden; wenn sich dabei auch Irrtümer eingestellt haben, so ist man doch möglichst
methodisch vorgegangen. Diese Methode wird aber in der vorliegenden Karte vernach-
lässigt. So werden die innerhalb der Westländer bezeugten Namen wahllos aufgezählt
ohne Rücksicht darauf, daß gewisse Namen ein und dasselbe Gebiet vertreten (s. oben S. 270f.).
Der größte Rückschritt zeigt sich aber in dem ganzen Aufbau der Karte. Seit
Chang Ch'iens Entdeckungen (138—126 v. Chr.) war man zu der Erkenntnis gekommen,
daß das Reich der Mitte nicht inmitten des Erdquadrats liege, sondern nur den östlichen
Teil einer größeren Ländermasse bilde. So räumt P'ei Hsiu 267 n. Chr. den neun Provinzen
des Yü-kung kaum den 12. Teil der Erde ein; ähnlich wird das Verhältnis auf der Karte
des Chia Tan (801 n. Chr.) gewesen sein. Dagegen preßt der Kartograph vom Jahre 1137
die in weite Ferne hinausführenden Westländer zu einem Minimum zusammen, so daß sie
ebenso schmal erscheinen wie die Randländer im Norden und Osten. Dadurch gewinnt
China den Hauptanteil an der Karte zurück und wird wiederum zum Reich der Mitte, das
umgeben ist von allerlei Barbarenländern, gerade so wie es die ältesten chinesischen Karten
zum Ausdruck gebracht haben. Selbst der große Kulturstaat Ta Ch'in oder Groß-China,
der früher besonders im Wei-Hsi-yü-t'u einen Ehrenplatz eingenommen hat, sinkt jetzt zu
einem unbedeutenden Barbarenland herab. Die Karte kann daher auch als historisches
Dokument dafür gelten, daß sich seit dem Sturz der T'ang-Dynastie der Gesichtskreis der
Chinesen wieder auf das große Land ihrer Ahnen verengt hat, weil ihnen das Bewußtsein
für die ausgedehnte Kulturwelt des Westens wieder verlorengegangen ist.
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