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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0304 Southern Tibet : vol.9
南チベット : vol.9
Southern Tibet : vol.9 / 304 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000263
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Die mir von General Kuei Lin 桂林 eingereichte Landkarte der Eingeborenenfürsten weist in den Ortsnamen zahlreiche Irrtümer auf. Da unter den nicht feststellbaren Eingeborenen-Ortsnamen viele sind, bei denen man im allgemeinen die tanggutische¹ Sprache zugrunde legen kann, so habe ich den Tchangkia Hutuktu beauftragt, sie im einzelnen zu vergleichen und in die mandschurische Sprache zu übertragen. Danach habe ich sie nach sorgfältiger Nachprüfung in den Plan eingezeichnet. Man soll dies den Generalen Wenfu und Kuei Lin mitteilen und sie anweisen, daß sie von jetzt ab in den Fällen, wo man die betreffenden Formen solcher Orte in tibetischer Schrift nicht verstehen kann, die Aussprache der Namen bei den Eingeborenen der betreffenden Plätze genau erkunden und dann in mandschurischer Umschreibung wiedergeben.

Da in diese mandschurischen Karten sicherlich auch manche mandschurische Bezeichnungen aufgenommen worden sind, die nach dem Muster der Vorgänge bei der sonstigen chinesischen Kolonialkartographie fälschlich als Bestandteile der Ortsnamen in chinesische Karten übergegangen sein mögen, soll hierunter eine kurze Probe der mandschurischen geographischen Nomenklatur gegeben werden:

alin Berg buten, cikin Abhang kamnu Engpaß, Schlucht
hada Felsen meifehe Abhang ula, bira Fluß
wehe Stein hailashön steiler Abhang yohoron Bergspalte, Bergstrom
dekcu Anhöhe haiha schräge Bergseite birgan Graben
ala Hochfläche haksan steile, gefährliche Stelle dalin, ekcin Ufer
cokcokon, eneshun Hügel antu Vorderseite (Sonnenseite) holo Tal
cokcihiyan Felsgipfel des Berges šeri, sekiyen Quelle
fiyeleku Gipfel boso, gencehen Rückseite des höcin Brunnen
fisa Rücken Berges bujan, suwa Wald
eyo Dach dooha Brücke omo See

Das Goldstromgebiet wird, wie oben gesagt, oft mit dem Namen »Land der 18 Eingeborenenfürsten«, shib-pa t'u-sze 十八土司, belegt. Die Namen dieser 18 Fürsten bzw. Eingeborenenstämme, deren Länder übrigens zum Teil an das eigentliche Goldstromgebiet nur gerade heranreichen, werden kaum an zwei Stellen gleichlautend aufgeführt. Das hat seinen Grund zum Teil darin, daß in den letzten 200 Jahren manche Stämme verschwunden, unterworfen, andere wieder gespalten sind. Auf der beigegebenen Übersichtskarte aus den Kaiserlichen Handbüchern Ta-Ch'ing hui-tien 大清會典² ist nur eine beschränkte Anzahl aufgeführt.

Das dieser Arbeit zugrunde gelegte Kriegswerk ergibt folgende Namen: Cucin, Zanla, Oksi, drei Zagu (Somo, Jokz'ai, Sunggak), Cosgiyab, Gebšiza, Kungsa, Mašu, Burakdi (= Badi), Bawang, Yüko, Damba, Giyalung, Muping, Mingjeng und Wasse. Das wären 18. Außerdem werden noch aufgeführt im Westen Hor ganze, Jandui und Derget und schließlich die kleineren Stämme Cowe, Beli, Narincang und Jomo. Im Laufe der Zeit haben sich wie gesagt manche Stämme verschoben, manche sind in andern aufgegangen. Der englische Reisende Colborne Baber hat folgende Stämme erfragt, von denen allerdings nur wenige Schreibungen auf obige Namen zurückgeführt werden können: Dji-la (= Ja-la? = Mingjeng), Mu-p'ing, Djia-k'a?, Wo-je (Oksi), Rabten »which includes Tsen-la« (Zanla), Tam-ba (Damba), So-mung (Somo), Djiu-tse (Jokz'ai?), Zur-ga (Sunggak?), Tchro-shioß (Cosgiyab?), Pa-ung (Bawang), Tchra-tin?, Gé-shie (Gebšiza), Mazu (Mašu), Kung-sar, Pé-re (Bele), Tchron-go (Janggu), Djé-gu (Zagu?).