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0312 Southern Tibet : vol.9
Southern Tibet : vol.9 / Page 312 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000263
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雍市喇嘛寺. Im 41. Jahre der Regierung Kienlung von unserer Dynastie (1776) bei der
Niederwerfung des Goldstromlandes war er neu aufgebaut worden. Der Kaiser verlieh
ihm seinen Namen sowie ein eigenhändig geschriebenes Querschild mit der Inschrift
«Weite Verbreitung der rechten Lehre», 正 教 恒 宣 cheng-chiao heng-hsüan.¹
Landeserzeugnisse. Yakriinder, Fasanen, Lattich, Fieberheilpflanze.

II. Meino t'ing 美諾, früher Sitz des Fürsten von Klein-Goldstromland.² Es liegt
860 Meilen westlich von der Hauptstadt der Provinz Szetschuan. Die Ausdehnung des
Landes von Osten nach Westen = 175 Li, von Süden nach Norden = 570 Li. Es grenzt an
folgende Eingeborenenstaten: Im Osten an Okši, 35 Li (von der Präfekturstadt entfernt),
im Westen an Alt-Goldstromland, 140 Li, im Süden an Muping, 180 Li, im Norden an
Somo, 390 Li, im Südosten an Wasse, 210 Li, im Nordosten an Zagu, 300 Li, im Südwesten
an Mingjeng, 210 Li, im Nordwesten an Jokš'ai, 420 Li. Von der Präfekturstadt bis Peking
sind es 5700 Li.

Verwaltungsgeschichte. Nach dem Tributbuche des Yü gehörte es zur Provinz
Liang-chou. Zur Han-Zeit bildete es das Gebiet der Man-Völker des Südwestens. Zur
Tang-Zeit nahmen die T'u-fan das Land in Besitz. Seit der Ming-Zeit heißt es »Gold-
stromland«.³ Der Fürst wurde mit der Würde eines lamaistischen Abtes belehnt, die er
bis auf Pu-RII-KI-USI vererbte. Unter den regierenden Dynastie, im 7. Jahre Schuntschi (1650),
unterwarf sich der Fürst dem Reiche. Man übertrug das Fürstenamt einem Angehörigen
der regierenden Familie von (Groß-)Goldstromland. Die Eingeborenen nennen den Großen
Goldstrom Ts'u-ch'in und den Kleinen Goldstrom Tsan-la (Zanla). Ts'u-ch'in bedeutet
»Ufer des Großen Flusses«, Tsan-la »Ufer des Kleinen Flusses«.³ Das soll also heißen,
daß derselbe Volksstamm zu einem Teile am Ufer des Großen, zum andern Teile am Ufer
des Kleinen Flusses wohnt. Als im Jahre 1748 der Häuptling LANG-ŌRI-KI, der sich heim-
lich an (Groß-)Goldstromland anschließen wollte, den Fürsten Z'EWANG mit Krieg überzog,
marschierte der Statthalter FÜHENG gegen ihn. Jener ergab sich und wurde hingerichtet.
Als dann Z'EWANG alt geworden war, und sein Sohn SENGGE SANG, ein niederträchtiger und
gewalttätiger Mann, wiederholt die Stadt der Okši belagerte und dann sogar über den
Fürsten von Mingjeng herfiel, beschloß der Kaiser im Jahre 1774, ihn mit Heeresmacht
zu bekriegen. Es wurde eine Steintafel mit einer vom Kaiser verfertigten Inschrift über
die Besiegung des Goldstromlandes in Meino gesetzt.⁴ Im Jahre 1776 wurde an diesem
Platze die Präfekturstadt als Garnison errichtet und unmittelbar der Provinzialverwaltung
von Szetschuan unterstellt.

Feste Städte. Meino, Stadtmauer noch nicht gebaut.
Bevölkerung. In Zivilberufen Beschäftigte und angesiedelte Besatzung (Chinesen):
113 Familien, 280 Seelen, Männer und Frauen. Dazu Eingeborene: 948 Familien mit
4423 Seelen.

Ackerland und Abgaben. Neu unter den Pflug genommenes Ackerland
48492 Morgen. Abgaben noch nicht erhoben. Höhe der Steuersumme auch noch nicht
festgesetzt.