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0119 Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 / Page 119 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000262
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Das Haus liegt ungefähr 50 m vom rechten Flufsufer. Obgleich seine Zimmer sehr
klein sind, ist es jedoch ein Palast im Vergleich mit anderen Lop-Häusern. Prschewalskij
fand bei seinem ersten Besuche in Abdal sechs Familien, jetzt gab es nur vier, wobei
jedoch zu bemerken ist, dafs die Familie Kuntjekkan Beks 25 Personen zählt. Doch liegen
hier 10 Hütten, so dafs das Dorf gröfser aussieht, als es in der That ist. Die meisten
sind aber Hürden und Ställe für Schafe, Pferde und Esel. Die Mobilien des Beks be-
stehen sonst in den gewöhnlichen Geräten, Netzen, mehrere Kanoes und einigen Gegen-
ständen, die er von Prschewalskij zum Geschenk bekommen hat. Seine Herden bestehen
aus 100 Schafen, 6 Kühen, 4 Pferden und einigen Eseln. Sein wertvolleres Besitztum,
wie z. B. Geld, hat er, originell genug, nicht im Hause, sondern in den nächsten, im
Norden von Abdal gelegenen Sanddünen vergraben. Diese Vorsichtsmafsregel hat er aus
Angst vor den Dunganen und Chinesen getroffen.
Die Söhne des Beks wohnen jetzt in Mian, eine Tagereise entfernt gegen SSW am
Gebirgsfuße, wo sie Weizen bauen. Die Bewässerung wird durch einen kleinen Gebirgs-
bach besorgt, dessen Wasser durch „lajlik" (lehmig) rot und trübe ist, im Gegensatz zum
Bach von Tjarkhlik, der „ak-su" (weifses Wasser) ist. Ende Juni, drei Monate nach der
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