National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 |
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die Ackerbau betreiben, bewohnt sein. Auf den weiter oben liegenden „jejjlaus" wohnen
10 bis 15 „bajen" mit je 500 bis 1000 Schafen. Der westliche Arm heißt Jullung. Ütt-
tallak soll ein im Ullug-saj, östlich von Tjakkar liegendes Dorf sein. Nach unten ist
das Bett des Tjakkar noch unbewohnt. Akin, anderthalb „potej" von Damaku entfernt,
ist das erste Dorf. Ein Teil des Wassers soll nach dem Gulakhma-Distrikt fließen. Die
eigentliche Sommerflut kam vor etwa 10 Tagen, und sie soll noch einen Monat dauern.
Im Winter ist kein Wasser im Bette; das letzte vom Herbst bleibt gefroren stehen. In
der Nähe des Dorfes gibt es jedoch ein paar Quellen, die für den Bedarf der Bevölkerung
ausreichend sind. Die Produkte des Ackerbaus sind dieselben wie in Hascha, nur gibt es
keine Wassermelonen. Der Weizen wird schon im Februar gesäet, und Anfang August wird
er reif; der Mais wird Ende März oder Anfang April gesäet und Anfang September reif; die
Gerste wurde im Mai gesäet und wird Mitte August reif. Die Weizensaat wird im Früh-
ling zuerst mit dem Schmelzwasser des im Bette zurückgebliebenen Eises bewässert; für
den Mais genügt das Quellwasser; die Gerste wird von der ersten Sommerflut bewässert.
In den oberen Regionen des Tjakkar herrschen dieselben Verhältnisse wie bei Hascha, und
auch hier gibt es keinen Weg.
Tjakkar ist eine windige Gegend, besonders aber im Frühling und Sommer; die Burane
sind gewöhnlich westlich, seltener östlich. Auf die westlichen Burane soll fast immer
Regen folgen, wie auch wir zufälligerweise beobachten konnten. Dies ist aber bei den
östlichen nicht der Fall. Im Juli ist die eigentliche Regenzeit; dieses Jahr hatte es weniger
als gewöhnlich geregnet, und dann und wann, eine oder zwei Stunden jedesmal. Im Jahre
1893 soll es 40 Tage, mit wenigen Unterbrechungen, geregnet haben; sonst ist der Nieder-
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