National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Table of Contents -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
| 0391 |
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
niedergelegt. In diesen Blättern zeigt sich im hohen Grade die außergewöhnliche Energie
und Ausdauer des idealen Forschungsreisenden bei Überwindung fast übermenschlicher An-
strengungen und die einzige kleine Lücke seiner Itinerar-Aufnahme: jene ergreifende
Episode vom 29. April bis zum 4. Mai 1896, während welcher Sven Hedin nach dem
Untergang der Karawane in der Nähe des Khotan-darja nach Wasser suchte, um seinen
verdurstenden Diener zum Leben zurückzurufen. Fernere 120 Blätter enthalten die große
Reise von Kaschgar nach Khotan, die nordsüdliche Durchquerung der Takla-makan, während
welcher die Entdeckung zweier im Sand vergrabener Jahrtausende alter Städte gelang, die
Erforschung der Lop-nor-Gegenden und die Rückkehr über Tjertjen und die Gold-
gruben von Kapa nach Khotan, von Dezember 1895 bis Anfang Juni 1896. — Der weitaus
größte Teil des Itinerars enthält die vom 29. Juni 1896 bis zum März 1897 ausgeführte
Reise von Khotan bis Peking, nämlich 270 Blätter und 25 wichtige Ansichtsskizzen mit
Peilungsangaben aus den Hochgebieten Nordtibets.
Methode der Aufnahme. — Die zeichnerische Fertigkeit und ganz hervor-
ragende Begabung für topographische Krokisaufnahmen, welche Dr. Sven Hedin schon
auf seinen früheren Reisen in Persien und im Pamir bethätigt hatte, und von welchem
Zeugnisse in dem 94er Jahrgang von „Petermanns Mitteilungen" und der „Zeitschrift
der Gesellschaft für Erdkunde in Berlin" enthalten sind, hatte sich im Verlauf der kasch-
garischen und tibetanischen Wanderungen noch sehr vervollkommnet und seine Karten-
krokis, namentlich die flotte Darstellung von Bergformen in Isohypsenmanier gehören
zu den besten, was ich auf diesem Gebiet gesehen habe. Es ist deshalb sehr
zu bedauern, dafs diese mit so viel Fleiß und Talent ausgeführten Detailzeichnungen
nicht in größerem Maßstab zur Veröffentlichung gelangen, sondern in den Mappen des
Kartographen vergraben bleiben. Was mir Dr. Sven Hedin über seine Methode mitteilte
und was ich bereits an anderer Stelle veröffentlichte, möge im Auszug hier folgen: Während
der topographischen Aufnahmen, die er in der Umgebung des kleinen Kara-kul im Pamir-
gebiet im Sommer 1894 ausgeführt hatte, diente ihm vornehmlich Diopter, Meßtisch
und Schrittzähler zum Entwurf von Kartenkrokis großen Maßstabs¹). Bei der in
den Jahren 1895, 1896 und bis zur Ankunft in Peking, 2. März 1897, durchgeführten
Wegeaufnahme benutzte er für die Richtungsangaben Ablesungen von einem guten Kompaß
in Zeitabschnitten je nach den größeren oder kleineren Wegekrümmungen, während die
Wegelängen oft in Zeiträumen von ca 1 bis 5 Minuten im wesentlichen nach der Uhr
notiert wurden. Der Reisende sorgte aber außer diesen für gewöhnliche Itineraraufnahmen
genügenden Aufzeichnungen, so oft als das Terrain oder der Aufenthalt an Lagerplätzen
gestattete, durch Ausmessung einer Basis von 200, 300 oder mehr Meter mit dem Meß-
band als Kontrolle, indem er untersuchte, wieviel Minuten die Karawane je nach den
überwundenen oder noch zu überwindenden Schwierigkeiten und nach Fallen oder Steigen
des Geländes Zeit gebrauchte, um das abgemessene Stück Weges zurückzulegen. In allen
550 Tagebuchblättern sind diese nach vielen Tausenden zählenden Ablesungen neben den
Routenlinien eingetragen, und die rechts und links derselben gesehenen topographischen
Details in sehr geschickter Weise mit Bleistiftlinien eingezeichnet, die dann in den meisten
Fällen abends durch Nachziehen mit Tinte fixiert wurden. Der durchschnittliche Maßstab
dieser Rohkrokis ist in ebenen Wüsten- oder Steppengebieten etwa 1 : 150 000 oder 1 : 200 000,
während der Maßstab in Gebirgsgegenden, wo eine Menge Seitenthäler, Pässe oder dergl.
überschritten oder wo vielfach gewundene Schluchten verfolgt werden mußten und der
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
14
.
.
.
.
|
.
.
.
.
24
.
.
.
.
|
.
.
.
.
34
.
.
.
.
|
.
.
.
.
44
.
.
.
.
|
.
.
.
.
54
.
.
.
.
|
.
.
.
.
64
.
.
.
.
|
.
.
.
.
74
.
.
.
.
|
.
.
.
.
84
.
.
.
.
|
.
.
.
.
94
.
.
.
.
|
.
.
.
.
104
.
.
.
.
|
.
.
.
.
114
.
.
.
.
|
.
.
.
.
124
.
.
.
.
|
.
.
.
.
134
.
.
.
.
|
.
.
.
.
144
.
.
.
.
|
.
.
.
.
154
.
.
.
.
|
.
.
.
.
164
.
.
.
.
|
.
.
.
.
174
.
.
.
.
|
.
.
.
.
184
.
.
.
.
|
.
.
.
.
194
.
.
.
.
|
.
.
.
.
204
.
.
.
.
|
.
.
.
.
214
.
.
.
.
|
.
.
.
.
224
.
.
.
.
|
.
.
.
.
234
.
.
.
.
|
.
.
.
.
244
.
.
.
.
|
.
.
.
.
254
.
.
.
.
|
.
.
.
.
264
.
.
.
.
|
.
.
.
.
274
.
.
.
.
|
.
.
.
.
284
.
.
.
.
|
.
.
.
.
294
.
.
.
.
|
.
.
.
.
304
.
.
.
.
|
.
.
.
.
314
.
.
.
.
|
.
.
.
.
324
.
.
.
.
|
.
.
.
.
334
.
.
.
.
|
.
.
.
.
344
.
.
.
.
|
.
.
.
.
354
.
.
.
.
|
.
.
.
.
364
.
.
.
.
|
.
.
.
.
374
.
.
.
.
|
.
.
.
.
384
.
.
.
.
389
390
391
392
393
394
.
.
.
.
|
.
.
.
.
404
.
.
.
.
|
.
.
.
.
415
.
.
.
.
|
428
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.