国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0401 |
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 |
| 私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1 |
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OCR読み取り結果
Flußgebiet des Tarim sich hinziehenden Siedelungen noch sehr an Ortsbestimmungen. Ich
hatte nur einige Breiten zur Verfügung und mußte z. B. die Länge von Schah-jar, dem
wichtigsten Wendepunkt für die Reiseroute Dr. Sven Hedins von Khotan bis Kurla, aus
der Konstruktion des weit über 5000 km betragenden Itinerars (ohne Krümmungen!)
zu ermitteln versuchen. Das Resultat dieses Versuches war insofern ein überraschend
günstiges, als ich für Schah-jar (dessen Breite nach Pjewtsows Übersichtskarte und der
40 Werst-Karte zu 41° 7,5′ beibehalten wurde) eine Länge von annähernd 83½° Ö. v. Gr.
erhielt und darin eine genügende Bestätigung fand für die in jenen unter Aufsicht des
Russischen Generalstabs bearbeiteten Karten benutzte Länge von 83° 22,5′, die ich dann
beibehalten habe¹). Wie weit diese Annahme von der Wirklichkeit abweicht, wird sich
wohl nach Bearbeitung von Dr. Sven Hedins Aufnahme des ganzen Tarim-Flusses
bis zum Lop-nor, 1899—1900 herausstellen. Jedenfalls wäre zu wünschen, dafs dieses
Desideratum der Kartographie des Tarim-Beckens damit erledigt würde; denn die
einzige Itineraraufnahme, welche wir bisher für die Zeichnung des Tarim-Flusses in seinem
vielverzweigten, höchst unklaren Verlauf kannten, war die aus den Jahren 1886 und 1887
stammende von A. D. Carey und seinem für Wegeaufnahme und als Dolmetscher enga-
gierten Mr. Dalgleish. Die mehr als zweijährigen Reisen Careys, die bekanntlich von
großem Erfolg begleitet waren und ein außerordentlich weites Gebiet Zentralasiens der
geographischen Kenntnis näher gebracht hatten, sind dennoch für speziellere Karto-
graphie wenig nutzbringend gewesen. Das Itinerar des am 9. April 1888 in Kara-korum
ermordeten Dalgleish ist zwar in extenso²) veröffentlicht worden, aber weder Mr. Careys Vortrag
in der Londoner Geogr. Gesellschaft³), noch die Kommentare zu dem Tagebuch Dal-
gleishs geben Auskunft darüber, was eigentlich aus den Breitenbeobachtungen geworden ist,
die nach Careys Aussage (auf S. 752 des Berichts) und den Unterstreichungen der „places
where observations for Latitude were taken" auf der recht dürftigen Routenkarte in 1 : 3 000000
vorhanden sein sollen⁴). Ich fand nur folgende Notiz darüber: „Colonel Haig, R. E. Deputy
Sarveyor General of India informs me that the latitudes deduced from Mr. Dalgleish's obser-
vations made with a pocket sextant are very accordant, and that the sketch and notes form a
valuable record of the country traversed. I have placed the original sketch and notes at
the disposal of the Royal Geogr. Society, which is thus in a position to judge of the care
and accuracy with which this tedious task has been performed and all I need say on the
subject is, that whatever credit is due for the maintenance of the record belongs entirely
and solely to Mr. Dalgleish." Um so mehr ist von unserem Standpunkt aus zu beklagen,
dafs sowohl die Original-Itinerarskizzen wie auch die Zahlenablesungen des offenbar sehr
fleißigen und zuverlässigen Reisenden nicht zur Verfügung der Kartographen stehen, da
sie noch jetzt, nach einem Zeitraum von 15 Jahren, hochwillkommen gewesen wären und
manche Lücke der Karten großen Maßstabs noch zu füllen vermöchten!
Zur Ausfüllung des so umschriebenen, im Süden des Blattes ziemlich dichten Netzes
guter Fixpunkte dienten mir in der Hauptsache: 1) unsere Konstruktion des Sven Hedin-
schen Itinerars in 1 : 200000 und der Bearbeitung desselben in 1 : 500000; 2) die Marsch-
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