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0017 Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1
私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 / 17 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000262
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Wie andere ostturkestanische Städte zerfällt Jarkent in eine Anzahl »mähälles« oder Bezirke. Zwischen
Altun- und Khaneka-därvase finden wir also: Uttuk-basar-mähälle mit zwei kleinen Moscheen, Tiong-rabakh-
mähälle mit drei Moscheen, Ismat Akhun-mähälle mit zwei Moscheen, Kara-därun-mähälle mit zwei und Säghir-
juva-mähälle mit drei Moscheen. Zwischen Tere-bag- und Mäs-schahra-därvase haben wir: Sarik-säck-mähälle
mit drei Moscheen, Hasrett-mähälle mit drei, Tork-bag-mähälle mit zwei, Dung-mestjid-mähälle mit drei,
Namatman-kutjasida-mähälle mit drei, Kok-seruj-mähälle mit zwei, Kasantji-mähälle mit einer, Kuntji-mähälle
mit zwei Moscheen. Linker Hand, wenn man durch Altun-därvase hineintritt, findet man folgende »mähälles«:
Altun-mähälle, Kotschkar-atta-mähälle, Tograk-mähälle mit drei Moscheen, Tanai-mähälle mit zwei, Avves-bek-
mähälle mit zwei, Temurtji-mähälle mit einer, Munar-tube-mähälle mit einer, Masch-juva-mähälle mit einer und
Kabaghat-mähälle mit zwei Moscheen. Diese sind die größten »mähälles« von Jarkent, aber dazu gibt es noch
eine ganze Reihe von kleinen.

Die Stadt hat vier Beks, jedes mähälle einen „jus-baschi", der zwei, drei oder
mehrere „on-baschis" unter sich hat. In jedem mähälle gibt es ein oder zwei „kölls"
oder in den Boden gegrabene Wasserbehälter. Der größte wird Mantju-köll genannt, und
hierher wird das Wasser durch einen besonderen Kanal geleitet. Er ist über 5 m tief.
Es ist merkwürdig, dafs die Stadt kein frisches Flußwasser bekommt; nur durch schmale
„ariken" werden die „kölls" von Zeit zu Zeit gefüllt, das Wasser verfault und wird mit
verschiedenen Verunreinigungen gemengt; das Trinken dieses Wassers verursacht die eigen-
tümliche Halskrankheit „boghak", die in Jarkent so allgemein ist.

Die größten „medressas" oder geistlichen Hochschulen sind Kok-medresse, Ak-medresse
und Jeschil-medresse. Die Masaren sind wie immer sehr zahlreich. Die Stadt, die durch
eine teilweise zerfallene Mauer umgeben ist, liegt auf einer Alluvialterrasse („jar") am
linken Ufer des Jarkent-darja — deshalb der Name.

Die Einwohnerzahl von Jarkent mit allen umliegenden Dörfern soll kaum 200000
erreichen. Da die Stadt innerhalb der Mauer dicht bewohnt ist, muß man mit den Bau-
plätzen sparsam sein. Die meisten Häuser in der Nähe des Bazars haben auch ein „bala-
khane" (eigentlich oberes Haus, pers.) oder zweites Stockwerk von leichterer Konstruktion;
gewöhnlich bestehen hier die Wände aus einem Gitterwerk von Holzbalken, in deren
Zwischenräume Lehmziegeln hineingepaßt werden. Die Privathäuser haben ihre „ajvans"
(Balkons) gegen den Hof, die Kaufmannsläden ihre gegen die Straße, wo die Kaufleute ihre
Waren auf einer Lehmterrasse unter dem auslaufenden und von Balken unterstützten Dach
ausgestellt haben; oft sind die Dächer mit Kamisch belegt. Nicht selten sind die „bala-
khanes" auf quer über die Straße zwischen zwei Häusern gelegten Balken aufgebaut. Einige
Straßen sind so eng, daß man kaum an einem anderen Reiter vorbeikommen konnte. Das
Stadtgebiet wird auch durch die Begräbnisplätze und die Wasserreservoire in Anspruch
genommen. In Jarkent sind 40 andischanische (westturkestanische) Kaufleute ansässig.

Die wichtigsten Dörfer in der unmittelbaren Nähe der Stadt sind: Auf dem Wege von Altun-därvase in
der Richtung nach Kok-robat: Jevagbon, Esch-kutji, All-boktja, Ordanlik, Kurgan, Kaldjakh, Tjajrek, Tjiverclik
und Sujutjak; von Khaneka-därvase in der Richtung nach Kargalik: Orda-ötäng, Kamaran, Arslan-bag,
Dörkhantji, Ghas-pukki, Asghan-bag, Andjalir, Ottun-tjaluk, Mitglik, Kärangu-tograk und Orak-lenger (am
Jarkent-darja gelegen); von Mäs-schahra-därvase östlich, am Flusse: Kara-usak, Soflar und Jolltjak; von
Kabaghat-därvase in der Richtung nach Maral-baschi: Kok-kum, Schamal-bag, Jehan-bag, Bosch-arik, Tolgasch,
Kefack-khanim, Tagartji, Alisch und Lenger; von Tere-bag-därvase gegen N und NW: Tere-bag, Muschar,
Tagartji, Tjahr-bag, Gusar, Küllelir, Kitad, Mögüllir, Bängülir, Kumusch-bag, Sakir, Schalik, Tjack-tjack,
Torrejak, Kaitji-lenger, Terek-lenger, Khandaj und Lajlik.

Der Weg von Jarkent nach Kargalik fängt an der Pforte Khaneka-därvase an und
führt zuerst durch die reich bewohnte Gegend Dörkhantji. In der Gegend von Aral teilt
sich der Weg in zwei: der östliche führt über Dörfer Ottun-tjuluk, Tograk und Kara-
julgun nach Posgam und wird ausschließlich im Sommer benutzt; im Winter folgt man,
wie wir jetzt, dem westlichen Wege, der bedeutend kürzer ist, und wo man in dieser Jahres-
zeit ohne Schwierigkeit den Fluß passieren kann; dies ist aber im Sommer an dieser Stelle
unmöglich, teils wegen der großen Schnelligkeit des Stromes, teils weil sich der Fluß hier
über ein großes Gebiet ausbreitet; weiter unten, wo der Sommerweg kreuzt, strömt der
Fluß in einem tieferen, langsameren und mehr gesammelten Bett.

Jenseits von Kol-kaitji und Dörkhantji haben wir in der Nähe des Weges folgende Dörfer: Baj-däva,
Dung-lenger, Atjik-ötäng, Kum-ötäng, Asghan-bag, Mäpäng-ötäng (links, ziemlich weit vom Wege) und
Gusar-tograk mit dem Kanal Kisil-tjack, der auf einer Brücke passiert wird und weiter unten sich mit dem