国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

> > > >
カラー New!IIIFカラー高解像度 白黒高解像度 PDF グラフィック   日本語 English
0046 Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1
私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 / 46 ページ(カラー画像)

New!引用情報

doi: 10.20676/00000262
引用形式選択: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR読み取り結果

Eine eigentümliche Thatsache, die ich in der Wüste bei mehreren Gelegenheiten be-
stätigt fand, ist die, dafs ein in der Nähe eines groſsen Flusses — Jarkent-darja, Khotan-
darja, Tarim, Kerija-darja — gegrabener Brunnen immer salzhaltiges Wasser liefert, wogegen
es sich in einigen Tagereisen Entfernung vom Flusse, selbst im vollkommen sterilen Sand-
meer, — wenn man es überhaupt erreicht — als süfs wie Fluſswasser erweist. So war
auch hier am Lager II das Wasser salzig, doch konnte es von den Kamelen noch genossen
werden. Als wir uns später vom unteren Kerija-darja nach dem Tarim begaben und in
Ungewißheit schwebten, wie weit dieser Flufs noch entfernt war, betrachteten meine einge-
borenen Diener es als ein unzweideutiges Zeichen der Nähe des Flusses, als die Brunnen
salzhaltiges Wasser zu liefern anfingen.

Auf der Strecke nach Lager III wurde die Vegetation allmählich spärlicher, doch
kamen noch hier und da lebende Pappeln und Tamarisken vor; die längst abgestorbenen
waren jedoch verhältnismäfsig zahlreicher. Was das Tierleben betrifft, sahen wir nur die
Spuren von Füchsen, Antilopen, Hasen und eine Art Wühlmäuse. Die Längsrichtung der
Dünen war hauptsächlich N—S mit dem Steilabfall nach W; jedoch bemerkten wir hier
eine Tendenz der Sanddünen, einander in zwei winkelrechten Systemen zu kreuzen. So
lagen bisweilen die Dünen im O und W mit dem steilen Abhang gegen S oder SSW,
welches für eine vielleicht zufällige nördliche Richtung spricht. In den Kreuzungs-
punkten entstehen pyramidenförmige Dünen von etwa 6 m Höhe; sonst waren noch die
Dünen selten mehr als 5 m hoch. Am Lager erhielten wir Wasser in 1,81 m Tiefe; es
war besser als am Lager II, aber nicht ganz süfs. Der Brunnen, der auch hier an der
Basis eines Tamariskenkegels gegraben wurde, führte fast reinen Sand. Die Ein-
geborenen sagen, dafs, je reiner und thonfreier der Sand ist, desto süfser das Wasser ist.