国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0239 |
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 |
| 私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1 |
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baschi mit dem Hauptflufs vereinigte. Hierin finden wir ein neues Beispiel für die Wande-
rung dieser Flüsse nach Osten.
Nach Ala-ajgir führt der Weg in WSW- und SW-Richtung. Die Vegetation an Kamisch
und Gebüsch ist reichlich, der Pappelwald aber licht und unterbrochen. Drei „potaj" von
Aksak-maral liegt das Dorf Tang (auch Täng = halben Weges, die Mitte zwischen zwei
Orten), wo auf einem 5 m hohen Hügel am linken Ufer ein chinesischer Tempel erbaut
ist. Dies ist aber nicht das Hauptbett des Jarkent-darja, sondern ein Nebenarm mit jetzt
stillstehendem Wasser, das an den Ufern offen und nur in der Mitte mit porösem, blaugrünem
Eis bedeckt war. Im Süden sieht man aber von hier aus den etwa 1 „potaj" entfernten
eisfreien Hauptarm des Flusses. Der Jarkent-darja ist also auch hier wie bei Masar-alldi
in zwei Arme geteilt, von denen der östliche wie auch dort am mächtigsten ist. Das Dorf
Tang bekommt sein Wasser aus einem kleinen natürlichen Arm des Flusses.
Jenseits von Tang verliert sich der Weg in einer ausgedehnten Sumpfgegend; um diese
zu kreuzen, brauchten wir 2½ Stunden. Im Jahre 1888 hatten die chinesischen Behörden
hier den Weg in stand stehen lassen; derselbe ist mit Pfählen, Reisig und vertikalen
Stangen, alles mit Erde und Lehm bedeckt, gebaut, jedoch so, dafs die beiden Seiten des
Sumpfes miteinander in Verbindung stehen. Der in Zickzack laufende Weg führt deshalb
hin und wieder über kleine Brücken. Jetzt lag der gröfste Teil östlich des Weges, an der
Westseite sahen wir nur kleine Wasserflächen. In der Hochwasserperiode wird die ganze
Gegend überschwemmt. Eine Menge Inseln sind vorhanden, immer mit Kamischdickichten
bedeckt; hin und wieder erheben sich die Pappeln aus dem Eiskuchen; an engen Passagen
ist das Wasser offen.
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