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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0245 Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1
私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 / 245 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000262
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OCR読み取り結果

das Dorf in späterer Zeit
versandet werden würde,
nahm aber an, dafs dies
sehr langsam vor sich gehen
müste, denn zwölf Jahre
waren vergangen, seitdem
die Düne anfing, eins der
erwähnten Häuser zu über-
sanden, und der Sand hatte
bei seinem Besuche noch
nicht das ganze, nur zwölf
Schritt breite Areal des
Hauses eingenommen ¹).
Das Grab von Ordan-Pad-
schah ist schon längst ver-
sandet. Es liegt 1550 m
NW vom Dorfe. Ein ge-
waltiger, garbenähnlicher
Haufen von Stangen mit
Jakschwänzen (tughs) mar-
kiert den geweihten Platz
auf der Höhe der neunten
Dünenreihe, vom Dorf aus
gerechnet. Auf der zweiten
Dünenreihe finden wir das Grab von Schah-Jakub-Schejk.
Am 11. März ritten wir gegen N nach Atjik. Nur 10 Minuten vom Dorfe finden
wir die erste salzige Quelle Jiggde-bulak, auch einfach Tjeschme genannt. Über Kisil-
dji-khanem gelangt man nach dem kleinen Dorf Kati-lenger, von „ala-kum" umgeben.
Sultan-Kara-Sakkal-Attam-masar ist ein Heiligengrab und Dorf mit einer kleinen Moschee
und Miniaturminareten. Ein „arik" mit süfsem Wasser kommt aus Jangi-hissar. Der oben
erwähnte See von Kisil-dji-khanem erstreckt sich weit nach W, mit sehr unregelmäfsigen
Uferkonturen und mehreren kleinen Sandinseln. Das Dorf Dost-bulak liegt an dem „arik",
welcher nach Baj-khan-köll geht, und hier ist eine Brücke gebaut. Linker Hand lassen
wir das recht große Dorf Psänn und rechts das kleine, aus 3 Häusern bestehende Dorf
Khorasan mit dem Heiligengrab Khorus Attam oder Khorus Padschabim (s. oben S. 3).
Etwa 7 km südlich von Atjik kreuzen wir noch einen „arik" aus Jangi-hissar, 10 m breit,
mit Brücke, der ebenfalls nach Baj-khan-köll strömen soll. Atjik ist ein ausgedehntes
Dorf, dessen Gebiet von Kanälen durchkreuzt wird; es hat einen „jus-baschi" und soll
89 Höfe zählen. Jupoga soll 5 „potaj" NNO entfernt liegen. Östlich von Jupoga haben
wir die jetzt ganz unbewohnte und wasserlose Gegend Schamal-köll; „jangal" (Wald) soll
vorkommen; der Name deutet darauf hin, dafs hier einst ein See existiert hat. Atjik be-
kommt noch ziemlich reichlichen Zuflufs aus Khan-arik, nur zwei Monate im Winter nicht;
das überschüssige Wasser geht, wie oben beschrieben worden ist, nach Terem-Mogal. Der
Ackerbau wird hier mit gutem Gewinn betrieben. April bis Juni ist die windige Zeit;
NW-Wind ist vorherrschend.
Wenn wir einen Blick über das Dreieck zwischen dem Kaschgar-darja, Jarkent-darja
und dem Weg zwischen Jarkent und Kaschgar werfen, so finden wir also, dafs hauptsächlich
die westlichen Teile davon von Flugsanddünen eingenommen werden, während der Sand in