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0250 Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1
私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 / 250 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000262
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weichem Sand, mit einer dünnen Staubschicht bedeckt. Stellenweise ist der Sand feucht,
die salzige Staubschicht dagegen trocken und weiß. Pappeln stehen hin und wieder auf
kleinen Kegeln, der Kamisch ist licht. Dann treten wieder flache, meterhohe Dünen auf,
die sich fingerartig nach N erstrecken. Rechter Hand erhebt sich immer der hohe Sand,
linker Hand eine ebene, lichte Steppe. Von Tieren sahen wir nur Hasen, Eidechsen
und Spuren von Hirschen und Antilopen, die einen nach SO gerichteten Pfad ausgetreten
hatten. Mein Wegweiser behauptete jetzt, dafs im SSW ein See, Jeschil-kul, liege; diesen See
hatte er jedoch nicht gesehen, wußte aber zu erzählen, dafs er durch Quellen gebildet
wurde, denn kein Wasserzug münde in ihn aus. Noch vor etwa 15 Jahren spukte in
dieser Gegend auf unseren Karten ein See Jeschil-kul.

Das Lager Nr. III wurde bei einigen Pappeln und Kamischstauden aufgeschlagen.
Am Fuße eines Pappelkegels wurde der Brunnen gegraben; nur eine 2 cm dicke Schicht
von Sand war trocken, dann wurde er feucht. In 0,4 m Tiefe = 10,25°, in 0,75 m = 10,24°,
in 1,47 m = 10,1° und in 1,75 m, wo das Wasser stand, = 9,8°; in 0,70 bis 0,73 m Tiefe
war eine Sandschicht ziemlich salzreich und so hart, dafs sie kaum durchbrochen werden
konnte. Die Schicht lag wie eine horizontale Scheibe auf weichem, mit Thon vermischtem
Sand. Die Bewohner von Merket hatten von einem Berg in diesem Teile der Wüste erzählt.
Der Wegweiser behauptete jetzt, dafs dieser Berg, Tjaknak und Ak-tjokk genannt, west-
lich von unserer Route sich befand, dafs wir aber, wenn wir vom dritten Lagerplatze nach
NNO gingen, seinen östlichsten Teil berühren würden. Wir sahen jedoch niemals diesen
rätselhaften Berg; es kann jedoch leicht, eben wie der Masar-tag, hier irgendwo ein kleines
Massiv vorhanden sein.

13. April. Auf diesem Abschnitt hatte die Landschaft dasselbe Aussehen wie bis
jetzt; braune Staubsteppe und licht stehende Pappeln wechselten mit Sandgürteln ab. Die
Dünen erstrecken sich gewöhnlich von S nach N, und die steilen Abhänge sind nach
W oder SW gerichtet; der Grundplan ist oft sehr regelmäßig halbmondförmig, bisweilen
vereinigen sich beinahe die Dünenflügel zu einem Kreis. Im allgemeinen sind jedoch die
Dünen unregelmäßig und geben ineinander über. Die Pappeln stehen gewöhnlich auf
den dreieckförmigen Flächen ebenen Bodens zwischen den Dünen, einige sind aber zum
großen Teil übersandet,
so dafs nur die Zweige
aus dem Sand hervor-
ragen. Der Brunnen
hatte dieselben Eigen-
schaften wie am Lager
III: 0,4 m tief = 11,8°,
0,75 m = 11,2°; 1,15 m
= 10,4°, das Wasser
war noch salzhaltig, ob-
gleich etwas weniger als
beim ersten Lagerplatze;
auch hier fanden wir in
1,05 m Tiefe die horizon-
tale, salzreiche Scheibe
von 3 cm Mächtigkeit
und hart wie Sand-
stein; unter derselben
trat das Wasser hervor.
Lager IV befand sich
auf ebenem Boden, je-