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0251 Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1
私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 / 251 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000262
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OCR読み取り結果

doch rings umher von Dünenflügeln umgeben; das vorstehende Bild zeigt einige unrege l-
mäßig gebaute Dünen in der Nähe.

14. April. Pappeln kommen noch streckenweise vor und stehen gerade am Rande
des hohen Sandgürtels. Sie scheinen sich auf einer bestimmten Zone zu halten und gedeihen
nur, wo niedrige Dünen stehen; auf den Steppenflächen aber zwischen den Sandgürteln
fehlen sie ganz, scheinen also in einem gewissen Wechselverhältnis zu den Dünen zu stehen.
Hin und wieder sind die steilen Leeseiten der Dünen wie stahlgrau angestrichen; bei
näherer Untersuchung finden wir, dafs diese Dünenseite mit einem dünnen Anflug von
lauter kleinen Glimmerblättchen bedeckt sind, die sich hier im Windschatten angehäuft
haben. Dann folgt absolut steriler und ebener Wüstengürtel, aus braunem, ziemlich
hartem Staubboden bestehend, in dem die Dünenindividuen wie gelbe isolierte Holzklötze
aufgestellt erschienen; die Dünen nahmen ungefähr ebensoviel Raum in Anspruch wie
die sandfreien Partien. Hier lagen kleine, unregelmäßig geformte Stücke eines dunkel-
grauen bis schwarzen Feuersteins, weiter rundgeschliffene dunkle Stücke eines Kalksteins
und endlich eigenartig geformte Kalkkonkretionen, die wie Ringe oder Teile eines Röhres
aussahen und höchstens 2 cm im Durchmesser hatten. Die Dünen waren selten mehr als
2 m hoch, gewöhnlich von S nach N ausgezogen, seltener von SW nach NO. In dieser
Gegend waren Spuren des wilden Kamels allgemein.

Gewöhnlich haben wir den hohen Sand rechter Hand, links Steppe wie bis jetzt.
Zwischen den Dünen sehen wir bisweilen stufenähnliche, ganz niedrige Terrassen von
grauem, hartem, sprödem, trockenem Thon; hin und wieder bilden diese Thonbildungen
kleine Plattformen oder niedrige Horste. Nur selten treten hier Tamarisken auf. Zu
unserer großen Überraschung fanden wir endlich eine Süfswasserquelle auf dem hier sand-
freien Steppenboden, die eine 80 m lange, 4 m breite Wasseransammlung gebildet hatte.
Die Wasserschicht war nur 10 cm tief und stand auf weichem Moder. Die Temperatur
betrug 21,9° bei 25,6° Lufttemperatur. Am Boden des Tümpels quollen die Quellen leb-
haft hervor. Das Wasser war vollkommen süfs und verdankt wohl dem Jarkent-darja sein
Dasein. Die Hitze war schon jetzt recht fühlbar, so wurde am 15. April um 2½ Uhr
nachmittags der Sand bis zu 44,6° erwärmt.

Am 16. April hatten wir zuerst einen Gürtel von bedeutenden, fast sterilen Dünen
zu kreuzen; nördlich davon breitete sich wieder Steppe mit Staubboden, Kamisch und
Tamarisken aus. Pappeln kamen hier nicht vor. Weiter NO trafen wir noch zwei ähn-
liche Wasseransammlungen mit derselben Längsrichtung und in einer und derselben Linie
mit der ersten gelegen. Wahrscheinlich sind die Vertiefungen, in welchen das Wasser
steht, durch einen Hochwasserarm des Jarkent-darja gebildet worden. Das dritte, kleinste
Bassin war von Salzkristallisationen umgeben, hatte jedoch fast ganz süfses Wasser. Die
Dünen erhoben sich dann bis zu 5 m Höhe; jetzt sehen wir auch streckenweise links, in
NW, beträchtliche Dünenanhäufungen. Zwischen den Sandgürteln wächst bisweilen recht
dichter, trockener Kamisch, mit einem feinen, grauen Staub bedeckt, der bei Berührung
aufwirbelt.

Am 17. April sahen wir im Norden in weiter Ferne einen Berg, es war der Masar-
tag bei Masar-alldi. Bis 6 m hohe Dünen wechseln mit ebener oder wenig kupierter
Steppe ab, wo stellenweise der Kamisch sehr dicht wächst. Mehrere Süfs- oder Salzwasser-
tümpel wurden passiert; offenbar wird dieses Gebiet vom Hochwasser des Jarkent-darja
erreicht. In der That fanden wir auch ein 40 m breites, 2 m tiefes Flufsbett, dessen Sand-
boden größtenteils trocken war, mit Ausnahme von einigen kleinen, isolierten Tümpeln.
Es windet sich in Mäandern nach ONO und hatte offenbar noch im Sommer zuvor
Wasser geführt. Wenig nördlich davon fanden wir ein ähnliches ganz trockenes und nur
20 m breites Bett, dessen nackter Boden in der sonst kamischbewachsenen Steppe hell von
Sand leuchtete. Dafs diese Betten in einem ganz anderen Verhältnis zum Jarkent-darja