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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0273 |
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 |
| 私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1 |
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benutzt werden, wohl aber weiter unten, wo der Fluß langsamer strömt. Inzwischen haben
wir einen neuen Wert über die Verhältnisse der Wassermenge des Jarkent-darja in ver-
schiedenen Jahreszeiten und Gegenden erhalten. Ende September führt der Fluß noch
152 cbm beim Austritt aus den Gebirgen. Drei Monate früher ist die Wassermenge
gewiß wenigstens fünfmal so groß, denn am 30. Juni 1889 fand Pjewzow bei Masar-
aldi 667 cbm, und der Fluß sollte da noch steigen. Im Laufe des Herbstes und Winters
fällt der Fluß allmählich; so fand ich am 23. Dezember 1895 bei Jarkent 92 cbm und
am 8. März 1895 bei Lajlik 86,6 cbm. Am schnellsten nimmt die Wassermenge offenbar
im August und September ab, dann immer langsamer. Daß die Abnahme von Dezember
bis März nur 6 cbm betrug, beruhte auf der oben erwähnten ersten Hochwasserperiode des
Frühlings, durch Schmelzen des Eises im Flußbette hervorgerufen. Die unbedeutende
Wassermenge von 7,5 cbm bei Sil am 30. Mai 1895 wurde durch den Maral-baschi-Damm
erklärt. Daß der Tarim bei Kum-tjappgan am 21. April 1896 noch 50 cbm führen konnte,
wird teils durch die Verspätung des Hochwassers, teils durch den Tribut sämtlicher Neben-
flüsse, vor allen Dingen des beständigen Kontje-darja, erklärt. Das eigentliche Hochwasser
stellt sich freilich im Oktober ein, aber die Wassermenge nimmt langsam und gleichmäßig
ab, teils wegen des geringen Geländefalles, teils wegen der ausgleichenden Eigenschaften
der Seen. Die obigen Zahlen können nicht unbedingt untereinander verglichen werden, da
sie von verschiedenen Jahren herrühren; sie geben jedoch einen allgemeinen Begriff über
die Fluktuationen der Wassermengen mit den Jahreszeiten.
Am linken Ufer steigen wir auf eine bis 10 m hohe, aus Thon und Konglomerat be-
stehende Terrasse hinauf, welche vom Fluß stellenweise energisch unterminiert wird. Das
erste Dorf am linken Ufer ist Tjamsal, ebenfalls weit ausgedehnt, mit Feldern und Gärten.
Den Fluß haben wir immer rechter Hand in der Nähe; Katjung ist ein großes Dorf mit
breiten „ariken" vom Fluß, welcher hier in mehrere Arme geteilt ist; bei Katjung gibt es
auch eine Fähre. Im Winter passieren Karawanen und Reisende die Eisfläche. Am rechten
Ufer setzt sich die Terrasse noch weit nach NO fort, und an ihrer Basis liegen mehrere
Dörfer; die Terrasse des linken Ufers ist schon hier streckenweise unterbrochen.
Katjung zählt 200 Höfe, hat aber keinen Bazar. Weizen, Reis und Mais werden ge-
baut; bisweilen trägt ein Feld zwei Ernten im Jahre, und zwar Weizen und Mais; die
wichtigsten Gartenprodukte sind: Melonen, Aprikosen, Pfirsiche, Äpfel und Birnen. Von
den Bäumen sind Pappel, Weide und Maulbeerbaum vorherrschend; Walnuß kommt nicht
vor. Im Frühling und Sommer ist nördlicher Wind allgemein; nur selten fällt 10—20 cm
tiefer Schnee; im Sommer soll es sehr oft regnen. Bis nach Jarkent rechnet man eine
Tagereise, ebenso nach Kargalik, wohin ein direkter Weg führt. Die Dörfer Tokkus-mak
und Kaltala auf dem Wege nach Jarkent sollen von Tadschiks bewohnt sein. In dieser
Gegend wird der Jarkent-darja Darja-i-Serafschan genannt, noch weiter oberhalb, im Gebirge,
Raskan-darja; der Name Jarkent-darja wird erst von der Stadt ab benutzt.
Noch zwei Stunden vom Zentrum von Katjung reitet man durch die Felder und Gärten
des großen Dorfes; es ist eine sehr gut kultivierte und bewohnte Gegend. Wir entfernen
uns jetzt allmählich vom Fluße, haben jedoch noch linker Hand in der Nähe die Kon-
glomeratsterrasse. Es scheint, als ob der Fluß schon hier sich nach rechts bewegt hätte,
umsomehr als in weiterer Ferne nordwestlich noch eine Uferterrasse, eine höhere und ältere
Stufe darstellend, sichtbar ist; dann breitet sich „saj"-Boden aus, der bis zum Dorf Tum-
schuk-seraj-karaul reicht; von hier aus geht ein direkter Weg nach Tjahlung, welcher von
den Chinesen, die sich nach Pamir begeben, gewöhnlich benutzt wird. Über noch einen
ausgedehnten „saj"-Gürtel gelangen wir zum Dorfe Jakka-arik; der vom Fluß abgeleitete
Kanal Jakka-arik führt Wasser hierher. Rechter Hand breitet sich ebene, öde Gegend aus;
linker Hand sehen wir die letzten Ausläufer der Gebirge. Die nächste Station heißt Lenger,
ebenfalls eine gut bebaute Gegend, mit dem Dorfe Tokmaklan in der Nähe. In Bezug auf
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