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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 |
| 私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1 |
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temporär; die an und für sich nicht wasserreichen Bäche, die von dem Gebirge hinab-
strömen, vermögen wohl kaum in diesen trockenen Gebieten permanente Seen von solchen
Dimensionen zu bilden.
Die östlich und westlich von dem Ak-su-darja gelegenen kleinen Wüstenabschnitte sind
zu ihrer Begrenzung unbekannt.
Von meinen verschiedenen Reisen in der Takla-makan-Wüste habe ich eine kleine
Sammlung von Sandproben mitgebracht, deren genaue Untersuchung Herr Professor Frei-
herr De Geer in Stockholm die Liebenswürdigkeit gehabt hat zu übernehmen.
Sandproben aus der Takla-makan-Wüste.
Von Gerard De Geer.
„Da Dr. Sven Hedin mich aufgefordert hat, die Sandproben, die er auf seinen Reisen
durch die Takla-makan-Wüste eingesammelt hat, durchzusehen, will ich, obgleich die
Zeit keine ausführlichere mechanische und petrographische Analyse gestattet, doch einige
kurze Beschreibungen der betreffenden Proben mitteilen. Sämtliche Sandproben wurden
mit Salzsäure auf kohlensauren Kalk und mit dem Magnet auf Magnetitgehalt geprüft und
außerdem auch in Bezug auf das Vorkommen von organischen Überresten mit der Lupe
untersucht. Die Korngröße wurde gleichzeitig durch Vergleich mit, mittels Schönes Apparat
sortierten, Schlämmungsprodukten geschätzt. Hierbei wird die Korngröße 2—0,05 mm als
S a n d bezeichnet; 0,05—0,01 mm als S t a u b und < 0,01 mm als S c h l a m m oder T h o n.
Mischungen werden nach dem vorherrschenden Teil benannt, und Sand wird nach derselben
Regel in g r o b k ö r n i g: 2—1 mm, m i t t e l k ö r n i g: 1—0,5 mm und f e i n k ö r n i g: 0,5 bis
0,05 mm eingeteilt.
Eine der Proben mit der Aufschrift: Jarkent-darja bei Masar-aldi, 26. Februar 1895,
Alluvialschlamm, besteht aus etwas bräunlichem, grauem, feinsandigem Staub, welcher kleine
zerstreute Teile von vertrockneten Pflanzenresten enthält. Magnetitgehalt und Kalk nicht
gering.
Eine Probe von Flugsand aus Ordan-Padschah, am 11. März 1895 genommen, besteht
aus einem grauen, etwas bräunlichem, schwarztüpfeligem, feinkörningem Sand mit recht
starkem Kalkgehalt, etwas Magnetit, wenig Glimmer und ohne sichtbare Pflanzenreste.
Eine andere Probe, aus einer Düne bei Lajlik am 15. März genommen, hat reinere
graue Farbe und ist stark magnetithaltig, ähnelt aber der letztgenannten. Sie enthält
Körner von Quarz, Ortoklas, Plagioklas, Hornblende, Glimmer, Quarzit, Glimmerschiefer
und anderen Schieferarten, Kalkstein, Kalkspat und Granat. Die Korngröße der beiden
Proben übersteigt gewöhnlich nicht 0,2 mm.
Zwei Proben aus den Lagern Nr. II und Nr. IV bestehen beide aus sehr feinem
Sand, oft unter 0,1 mm, haben helle gelbbrüunliche Farbe, sind etwas magnetithaltig und
ziemlich stark kalkhaltig und führen kleine zerstreute Pflanzenreste.
Die Probe aus dem Lager Nr. VI ist weder ganz so hell noch so feinkörnig, indem
die Körner nicht selten 0,2 mm Größe erreichen, ist aber im übrigen den beiden obigen
ähnlich.
Aus dem Lager Nr. VII am Kerija-darja gibt es zwei Proben, die eine aus der NO-
oder Windseite eines Dünenkammes, die andere aus der SW- oder steilen Leeseite ge-
nommen. Beide Proben sind recht kalkhaltig, bei der ersten nähern sich aber die Körner
auf 0,3 mm, während sie bei der zweiten selten 0,2 mm erreichen. Bei der ersten ist auch
der Magnetitgehalt größer und die Farbe etwas gelbbraun und mehr schwarz-
tüpfelig, welche Unterschiede ja durch die Anhäufung des Windes von den schwereren
Körnern leicht zu erklären sind.
Eine im Takla-makan am 13. April 1895 aus der Leeseite einer Düne genommene
Probe gibt uns einen noch mehr ausgeprägten Beweis von der Sortierung des Materials
durch den Wind, da die ganze Probe fast ausschließlich aus schönen kantgerundeten, 0,5 bis
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