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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0288 |
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 |
| 私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1 |
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OCR読み取り結果
Am 4. August brachten wir alles für den Aufbruch der großen Karawane in Ordnung;
es regnete den ganzen Tag. Am 5. August kehrten wir über Jolli-kol auf demselben Weg
nach der Hirtenniederlassung im Sarik-kol-Thal zurück, wo noch einige Vorbereitungen ge-
troffen wurden. Schon in meiner Reisebeschreibung habe ich die Zusammensetzung der
Karawane und des Proviantes beschrieben und berühre also hier diese praktische Fragen
nicht mehr.
Am 6. August ritten wir durch das Thal zum Sarik-kol-Pafs hinauf. Einige neue
Beobachtungen wurden gemacht, die zur Vervollständigung des oben Gesagten erwähnt
werden müssen. Oberhalb Togri-jilga befinden sich noch zwei Einschnitte im Gebirge:
Sullag und Kök-tjapp, dieser in zwei kleine Thäler geteilt. Sie liegen alle an der rechten
Thalseite und führen etwas Wasser; an der linken Thalseite befinden sich nur ganz un-
bedeutende Einschnitte, und zwar ohne Wasser. Der Sarik-kol-Bach ist hauptsächlich in
weiche Erdschichten eingeschnitten, nur zum Teil in Konglomerat; im Bett liegt Geröll von
hellgrauem und grünem Granit. An den Ufern fanden wir auch im oberen Teil des Thales
fest anstehenden Granit in flachen, abgerundeten Schollen; auch am Passe selbst, wo sonst
Schiefer vorherrscht, kam Granit vor.
Von der Mündung des südlichen Sarik-kol-Thales kreuzten wir die Gegend Lama-tjimin
und den Tjokkalik-Bach und traten in das mächtige Gebirgsthor von Mitt hinein. Hier
stand roter Granit mit Spalten die 82° nach N 35° O einfielen. Der Mitt-Flufs hatte jetzt
nur 4 cbm Wasser in der Sekunde, soll aber zeitweise zu sehr beträchtlichen Dimensionen
anwachsen. Das Bett besteht aus lauter weichem Schlamm, und die Gegend, wo wir lagerten,
wird auch Lajka genannt. Das Durchbruchsthal des Mitt, dessen nördliche Mündung wir
auf dem Wege von Kapa nach Dalai-kurgan passiert hatten, gestattet keine Passage, denn es
soll eng wie ein Korridor und mit Steinblöcken gefüllt sein. Wenn man aber von Lama-
tjimin nach W geht und die südliche Mündung des Durchbruchthales, d. h. wo der Flufs
das Randgebirge durchbricht, rechter Hand läfst, gelangt man zu den kleinen Pässen Pelas-
laslik und Kyll-davan, die nach dem oberen Kok-muran und den Weideplätzen von Tjimlik
führen. Bei Lajka ist das Thal breit und von mächtigen Granitklippen eingeschlossen; weiter
im S öffnet sich das Thal muldenförmig, und hier vereinigen sich die Bäche verschiedener
„jilgas", welche den Mitt-Flufs bilden. Die Weideplätze von Lajka waren ziemlich mager,
doch werden sie im Sommer von Hirten aufgesucht. Am rechten Ufer erstreckt sich eine
mächtige Konglomeratterrasse.
Am Morgen des 7. August hatte der Flufs nur 2,6 cbm Wasser. Wir gingen weiter
im Mitt-Thale hinauf, und zwar auf der erwähnten Terrasse. Nicht weit vom Lager hört
der Granit auf, und die Gebirge bestehen wieder aus Schiefer. Linker Hand öffnet
sich ein breites Thal, durchströmt von dem Bach Kisil-su, welcher in der Konglomerat-
terrasse eine Unterbrechung verursacht; der Name ist passend, das Wasser war nämlich
ziegelrot. In der Nähe der Mündung steht ein isolierter Hügel. Wir lassen nun das
große, offene Mitt-Thal rechter Hand und steigen in SO-Richtung durch das Thal Japp-
kaklik hinauf, dessen Bach sich mit dem Mitt-Flufs vereinigt. In der Ecke fällt der
Schiefer unter 49° nach N 30° O, jedoch nicht ganz deutlich. Am Gebirgsfuße treten
hin und wieder Quellen zu Tage. Im Thale herrscht dann bis zum Pafs schwarzer
Schiefer vor; an zwei Punkten im unteren Teile war das Einfallen 70° nach N 30° O
und 73° nach S 240° W; nur an einem Punkt, nicht weit von der Mündung, wird der
Schiefer von grobkörnigem, hellem Granit unterbrochen. Rechter Hand, d. h. an der
linken Thalseite, münden zwei kleine Neben-„jilgas", mit wenig Wasser, aus; der zweite
wurde Kan-jilga genannt, weil er zu einigen Goldgruben führt. Die Bäche haben sich
hier durch mächtige Konglomerate mit steilen Seiten eingegraben. Mehrere solche kleine
Nebenthäler ohne Namen münden dann in das Jappkaklik-Thal aus; nur der rechts
liegende Togri-su war nicht namenlos. Oberhalb desselben fällt der Schiefer deutlich 26°
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