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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0289 |
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 |
| 私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1 |
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OCR読み取り結果
nach N und später unter 63° nach S 205° W; nur an der Basis der Gebirgsseiten ist
fester Fels erreichbar.
Der Thalboden wird größtenteils vom „saj", dem steinigen Bett des Baches, in An-
spruch genommen, sonst sind die Konglomerate an den Seiten mit weichen, grasbewachsenen
Erdschichten bedeckt. An beiden Seiten erheben sich mächtige Gebirgsarme, deren Ab-
hänge jedoch meistens von Schuttkegeln verborgen sind. Das Thal wird nun enger und
steiler und geht unterhalb des Passes in die Erosionsmulde über. Hier steht kein fester
Fels, alles ist mit kleinen Schieferscherben bedeckt. Der Pafs von Jappkaklik ist viel
bequemer als der von Tjokkalik, und seine Höhe ist unbedeutender (4741 m). Es ist ein
nicht besonders scharfer, mit weichen Erdschichten und Schieferstücken bedeckter Sattel.
Die Fernsicht ist sehr weit; vor uns breitet sich ein Gewirr von Kämmen und Gipfeln
aus, von zwei tiefen Einschnitten durchkreuzt; der größte läuft fast gerade nach O und
ist von dem östlichen Bache von Jappkaklik durchströmt; sein steingefülltes Bett schimmert
wie ein graublaues Band. Am Anfang macht er einen Bogen von S nach N und dann nach
O, wobei der zweite erwähnte Einschnitt, das Erosionsbett des Passes selbst, sich am Fuße
des Passes mit ihm vereinigt. Dieses Bett hatte jetzt nur wenig Wasser. Der östliche
Abhang ist auch nicht besonders steil und besteht meistens aus weichen Erdschichten; an
der Basis tritt jedoch der schwarze Schiefer hervor unter 34° nach W 330° N fallend.
Der Pafs liegt also im Schiefer.
Der „saj" von Jappkaklik, dem wir dann nach ONO folgen, wird allmählich breiter;
in der Mitte hatte er nur ein kleines Rinnsal. An einer der Erosion des Baches
ausgesetzten Ecke an der rechten Seite stand stengliger Phyllit (Fall 77° nach N 20° O)
und unmittelbar nebenbei ein hellgrauer, dichter Kalkstein (Fall 30° nach N), beide Lagen
sehr deutlich; an dem Kontakt schienen beide Gebirgsarten stark gepreßt zu sein. Die
linke Thalseite ist von einer Reihe von „tjapps" durchfurcht, die sich zwi-
schen weichen, abgerundeten Hügeln zum Jappkaklik-saj öffnen; jetzt waren
sie alle trocken. Die rechte, südliche Thalseite bildet dagegen einen mäch-
tigen, kompakten Arm, in dessen unterem, östlichem Teil ein kaum sicht-
barer Pfad allmählich an den Abhang zum kleinen Pafs Kum-bojan (auch
Kum-bojne) hinaufführt; an seinem Kulminationspunkt war ein Steinhaufen
errichtet. Offenbar wird also dieser Weg von Goldsuchern benutzt.
Man nimmt den Weg über den Pafs nur, um nicht gezwungen zu sein, den
erwähnten Gebirgsarm zu umgehen. Südlich vom Passe öffnet sich auch
ein Thal, parallel mit dem Jappkaklik, aber kleiner. Wir kreuzen seine
Mündung, um zur Kara-muran zu gelangen, der hier nach NW strömt,
um wenig weiter nördlich den östlichen Bach des Tjokkalik-Passes aufzunehmen und dann
den Tokkus-davan oder das nördliche Randgebirge des Kwen-lun-Systems zu durch-
brechen. Das Bett des Flusses hatte jetzt eine ganz kleine Wassermenge und ähnelte
mehr einem krystallklaren Bach. Nicht weit von hier lagerten wir; die Gegend wird Bulak-
baschi genannt. Dies war der letzte Name in dieser Richtung, und ich werde deshalb in
folgendem die Lagerplätze — wie auch auf der Karte — mit römischen Ziffern bezeichnen,
und zwar mit Bulak-baschi als Nr. I anfangend. Die Gegend war hier ganz vegetationslos.
Der Bach von Bulak-baschi ist einer der Quellarme des Kara-muran; ob er aber der Haupt-
arm war oder nicht, konnte ich nicht feststellen. Von Tieren sahen wir nur einen Kulan
und eine Eidechse.
Am 8. August herrschte den ganzen Tag starker WNW-Wind, eine Richtung, die,
wie die „tagliks" versicherten, in diesen Gegenden vorherrschend ist. Der Thalboden steigt
eben und langsam nach OSO und SO an, und die Landschaft erleidet hier eine sehr be-
merkbare Veränderung. Es ist eine ganz andere Thalform, als in den peripherischen Rand-
gebirgen, weniger tief eingeschnitten, breiter, von relativ niedrigeren Gebirgen umgeben
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