国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0290 |
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 |
| 私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1 |
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und mit unbedeutendem Fallwinkel. Es ist mit einem Wort dieselbe Übergangsform
zwischen der peripherischen und der Hochplateaulandschaft, wie man sie auch in der Pamir
beobachten kann. Je weiter nach oben, desto breiter wird das Thal, die relativen Höhen
werden kleiner, jedoch haben wir noch an beiden Seiten mächtige Gebirgsarme, deren Ver-
zweigungen wie Kulissen im Thal stehen. Die Konglomeratterrassen am Gebirgsfuße sind
hier oft unterbrochen. Der Boden ist so gut wie steril. Nur an den Teilen des Bettes,
welche von Wasser nicht erreicht werden, z. B. auf den Terrassen, wächst „jappkak",
aber auch hier sehr spärlich. Der Thalboden bildet sonst eine horizontale Linie und ist
überall von dichtem, feinem
Schutt bedeckt, wo das
letzte Wasser nur sehr
seichte Furchen ausgegraben
hat. Nur in dieser Be-
ziehung gilt von diesem
Thale, was oben von Möldja
gesagt worden ist. Das Hochwasser muß den ganzen Thalboden erfüllen, und die Tiefe
des Flusses mufs da in jedem Durchschnitt fast dieselbe sein.
Derselbe Schiefer kommt noch vor, jedoch selten mit deutlicher Schichtung. An beiden
Seiten öffnen sich Nebenthäler („jilga"); weit im Süden sehen wir bisweilen eine mächtige
mit kleinen Schneefeldern bedeckte Gebirgskette. Der heftige Westwind wehte Staub- und
Sandwolken den Thalboden entlang. Dieser Sand häuft sich an den Leeseiten vorspringender
Felspartien an, um dort kleine Dünen von höchstens 1 m Höhe zu bilden. Ein solches
Phänomen hatte ich auch in der Übergangslandschaft der östlichen Pamir gesehen, westlich
der Sarik-kol-Kette, in der Gegend Nagara-kum. Wie dort, so besorgt auch hier die Wind-
erosion eine durchgreifende Arbeit im Dienste der Denudation. Das feine Verwitterungs-
material, welches durch den Spaltenfrost und die groſsen Unterschiede der Tages- und
Nachttemperatur vorbereitet wird, wird vom
Wind weggeführt. Erst an dritter Stelle kommt
das Wasser, welches übrigens nur 2—2½ Monate
im Jahre wirksam ist. Vielleicht verdanken
auch die unteren Teile der Gebirgsseiten ihre
eigentümliche Form dem Winde, indem sie
— im oberen Teile unseres Thales — unter
fast rechten Winkeln zum ebenen Thalboden
hin, ohne irgend welchen Übergang oder Ver-
mittelung eines Schuttkegels, abfallen; allein
dies gilt nur, wie gesagt, vom untersten Teil
der Gebirgsseiten, wo das feste Gestein auch
vom Hochwasser entblößt worden ist; sonst
tritt das Gestein nur an den Kämmen hervor;
der zwischenliegende größte Teil des Abhanges
ist von losen Verwitterungsprodukten bedeckt.
Die Gebirgsausläufer des Thales haben sonst
beistehende Form, die natürlich ganz schematisch
gehalten ist. Bei a und b ist das Gestein
entblößt.
Je höher wir kommen, desto spärlicher
und desto feiner wird der Schutt, um end-
lich in groben Sand überzugehen. Das Thal
ähnelt oft einer Straße mit Häusern an den
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