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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0292 |
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 |
| 私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1 |
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führte. An der Mündung stand noch roter Sandstein (Fall 50° nach W 340° N), aber bald
darauf ein schwarzer, äufserst verwitterter Schiefer (Fall 59° nach N 30° O). Dieser
scheint dann den ganzen Tagemarsch vorzuherrschen, obgleich fester Fels nicht mehr zu
finden war, alles war mit sehr fein pulverisierten Verwitterungsprodukten des roten Sand-
steins und des Schiefers bedeckt. Wir überschritten dann aufs Geratewohl eine Reihe
kleiner, sanft abgerundeter, relativ niedriger Kämme und Rücken, zwischen welchen lauter
trockene Betten gelegen waren. Die Hauptbetten sind jetzt nach NO gerichtet und ge-
hören also dem Flußsystem des Tjertjen-darja an. Dann folgt eine flache, ausgedehnte
Erosionsmulde mit sehr weichem Boden. Der kleine Kamm, welchen wir überschritten
hatten, war offenbar nur ein Ausläufer des im Süden befindlichen Arka-tag; der Haupt-
kamm dieses Gebirges war dagegen nicht sichtbar, weil er von den sanften Ausläufern
und Hügeln verdeckt wurde. Auf der anderen Seite dieser sekundären Wasserscheide ver-
einigten sich die kleinen Betten zu einem grofsen, breiten „saj", der sich gegen Osten er-
streckt. Südlich desselben erhebt sich noch ein ähnlicher Kamm, wo wir in einem „jilga"
nach Süden gingen bis wir endlich jenseits der Wasserscheide eine sehr schwache Quelle im
Bette fanden, wo Lager III errichtet wurde. Alles war verwittert wie bis jetzt; am
Lager und an ein paar Stellen unterwegs enthielt der Boden Gips. Nur „jappkak" kam
sporadisch vor.
Am 10. August folgten wir dem kleinen Bette abwärts, wo auch stark verwitterter
Schiefer in 63° S stand. Der „jilga" öffnet sich in eine ausgedehnte, flach kupierte Ebene.
Unterhalb der Mündung und nördlich unseres Weges steht ein eigentümlicher, isolierter
Sandsteinberg, eine Gruppe von oben flachen Kegeln ähnelnd. Der Sandstein an der
Basis bestand aus zwei verschiedenen Arten, beide waren ziegelrot, der eine aber sehr hart,
und einem alten Konglomerat ähnlich mit Einfallen 26° nach O 160° S, während der andere
ein roter feinsandiger Thonschiefer, weicher als der Sandstein des vorigen Tages, ist und
mit Leichtigkeit in dünne Tafeln zerspringt und mit Einfallen 64° nach N 20° O; er herrscht
dann die ganze Tagesreise vor. Diese Sandstein- und Thonschieferkegel sind von einem
horizontalen und in einem und demselben Niveau gelegenen Tufflager bedeckt, der aus der
Ferne wie eine schwarze Linie auf dem roten Boden aussieht. Der Tuff ist blauschwarz
und reich an Blasen, von denen mehrere später mit einer weißen Mineralsubstanz gefüllt
worden sind. Das Tufflager schützt den unterliegenden Sandstein und Thonschiefer gegen
Verwitterung, deshalb ist dieser Berg im Vergleich mit anderen Sandsteinbergen der Gegend
viel mächtiger. Am Fufse des Berges liegen grofse und kleine Blöcke des Tuffes. Sehr
kleine Fragmente des Tuffes liegen dann weit gegen Osten auf dem sonst rötlichen Boden
der Hochebene zerstreut.
Östlich von diesem Berge erstreckt sich nach Osten ein trockenes Bett, recht bedeutend,
welches gewiß nur nach Regen und klaren Sommertagen Wasser führt. Im SO wird es
durch eine sehr flache, sanfte Bodenerhebung begrenzt, die aus äufserst feinem, rotem Sand
und Staub besteht. Nur die Oberfläche selbst ist mit einer sehr dünnen Schicht von
grobem Sand, teils aus Tuff, teils aus Sandstein bestehend, bedeckt — es sind dies die
Fragmente von längst durch die Denudation zerstörten und nivellierten Gebirgen. Auf
der anderen Seite dieser Erhebung bildet der Boden eine flache Depression, in deren
tiefstem Teil Wasserspuren deutlich waren, wo aber augenblicklich nur weißes Salz zurück-
geblieben war. Solche kleine abflußslose Salztümpel, mit oder ohne Wasser, sind auf dieser
Hochebene allgemein.
Wir befinden uns hier auf einem wirklichen Plateaulande, auf weite Strecken scheint
der Boden vollkommen eben zu sein, und nur weit in der Ferne wird der Horizont durch
relativ niedrige Gebirge geschlossen, wogegen ewiger Schnee oder Gletscher nirgends sicht-
bar sind. Der Boden besteht immer aus einer sehr dünnen Oberflächenschicht von grobem
Sand, der auf staubfeinem, ziegelrotem Sand ruht. Im Gegensatz zu den Niederungen
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