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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0302 |
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 |
| 私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1 |
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drei kleine Bäche, aus dergleichen „jilgas" an der Südseite des Arka-tag kommend, kreuzen,
sowie auch zwei flache Erhebungen des Bodens, die zwischen den Bächen sich erheben.
Diese drei Bäche vereinigen sich zu einem Bache, dessen Lauf wir folgen. Ob der erste,
vom Passe kommeude Bach auch hierher gehört, konnte nicht entschieden werden, wahr-
scheinlich hat er aber einen direkteren südlichen Lauf zum See, denn sonst wäre der ver-
einigte Bach größer gewesen. Linker Hand hatten wir jetzt eine mächtige Gebirgs-
gruppe vom Arka-tag mit mehreren Gipfeln, Schneefeldern und kleinen, überschneitten
Gletschern, und rechter Hand sehen wir die letzten Reste einer bald ganz und gar weg-
denudierten Gebirgskette.
Der Boden besteht, wie bis jetzt, aus äußerst feinem Schutt, Sand und Staub, alles
durchfeuchtet und oft so weich, dafs die Tiere tief hineinsinken; nur wo der Schutt liegt,
ist der Boden hart. Zum Teil beruht diese beständige Feuchtigkeit des Bodens wohl darauf,
dafs er 10 Monate im Jahre gefroren ist, so dafs der Niederschlag, sei es Regen, Hagel
oder Schnee, gerade dort festgehalten wird, wo er gefallen ist; wenn dann im Sommer der
Boden auftaut, wird er feucht.
Nur an einem Punkt trat der Schiefer kaum meterhoch aus dem weichen Boden empor,
aus der Ferne gesehen ein paar schwarze, punktierte Linien mit einem Fallwinkel von 87°
nach O 160° S. Der Bach, den wir dann kreusten, hat sich nur ein ganz oberflächliches Bett ausgraben können und strömt fast im Niveau des umliegenden Bodens; das Bett
bestand aus weichem Thon und Schlamm und war nicht ohne Schwierigkeiten zu passiren.
Endlich macht der Bach eine Kurve nach S und SW, teilt sich in zwei Arme und mündet
zweifellos in den kleinen See aus, welchen wir vom Passe aus gesehen hatten. Zu diesem
Bogen wird er durch einen kleinen isolierten Berg gezwungen, an dessen Südost-Fuße wir
Lager XI aufschlugen, da hier etwas armselige Gras vorkam. Der kleine Berg bestand
aus dem gewöhnlichen, feinkrystallinischen, dunkelgrünen Schiefer, dessen Schichten im NO
und O zu Tage traten und 16° nach W 315° N fielen. Oben war aber der Berg
von einem, wie es schien, ganz horizontalen Tufflager von etwa 5 m Mächtigkeit bedeckt.
Eine solche Bildung hatten wir schon einmal früher, wie erwähnt, gesehen. Der Tuff war
schwarzzblau, sehr reich an runden und ovalen Blasen, teilweise mit einer weißen Mineral-
substanz gefüllt. Dr. Bäckström sagt von den mitgeführten Proben, dafs sie „schwarze,
blasige, zum Teil glasige, eustatitführende Andesite sind. Sie bestehen teilweise aus Stücken,
welche aus festen Lavaströmen zu stammen scheinen, teilweise sind es rundliche, blasige
Stücke, welche wie vulkanische Auswürflinge aussehen". Derartige Bildungen werden
wohl die Herrn Bonvalot auf den Gedanken von Vulkanen auf dem Hochlande von Tibet
gebracht haben.
Von diesem horstähnlich dastehenden kleinen Berg sahen wir in S 190° W zwei ähn-
liche isolierte Berge von braunroter Farbe und mit einer horizontalen schwarzen Linie
— die Tuffbedeckung — oben. Alle drei befanden sich also in dem breiten Thale zwischen
dem Arka-tag und der südlichen Gebirgskette, welche als eine westliche Fortsetzung des
Koko-schili betrachtet werden kann. Diese beiden gewaltigen Ketten erstrecken sich auch
nach Westen, so weit man sehen kann; dort scheint der Boden zwischen ihnen mehr kupiert
zu sein als im Osten.
Am 25. August herrschte dieselbe Gesteinsart wie bis jetzt vor. Während 3 Stunden gingen
wir nach OSO und SO; der Boden fällt langsam nach SW zu dem kleinen See; drei
Gletscherbäche, von denen der erste ganz unbedeutend war, strömen in dieser Richtung;
ihre Betten sind nur ca 10 cm tief eingeschnitten, das Wasser stammt aus den nächsten Gletschern
des Arka-tag, ist krystallklar und teilt sich deltaartig in eine Menge kleinerer Arme, die
sich wohl weiter unten vereinigen. Sonst ist der Boden überall sehr beschwerlich, alles
ist feucht, und die Tiere sinken bei jedem Schritt ein; Ghubb gibt es nicht, alles ist sehr
fein zerteilt wie Staub. Dafs dieses feine Verwitterungsmaterial in den großen, flachen
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