国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

> > > >
カラー New!IIIFカラー高解像度 白黒高解像度 PDF   日本語 English
0306 Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1
私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 / 306 ページ(カラー画像)

New!引用情報

doi: 10.20676/00000262
引用形式選択: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR読み取り結果

östlich vom Lager, ohne in ihn zu münden; dieser See empfängt dagegen einen aus NO
kommenden Bach mit klarem Wasser, wahrscheinlich Schmelzwasser von Gletschern des
Arka-tag. Dieser See hat süfses Wasser, also gewiß auch einen unterirdischen Abfluß.
Jenseits seines Gebietes setzt sich das Längsthal fort. Das Terrain ist kupiert, und zwischen
den Hügeln gibt es oft Miniaturhäche mit einem Sumpf oder Tümpel in der Mitte oder
auch ganz trocken. Weiter östlich haben wir die Seen Nr. 8 und Nr. 9, welche zwei kleine
Zentralbecken bilden, denn hier münden nur die Erosionsfurchen der nächsten Umgebungen
aus, wogegen die Bäche der Hauptketten andere Wege einschlagen. Gras kommt vor,
Kulane, Antilopen und Hasen sind allgemein; von Vögeln hatten wir nur einige Lerchen
und, am See Nr. 5, eine Art Möwen gesehen. Weit im Süden erheben sich einige Schnee-
gipfel auf der südlichen Hauptkette; der Arka-tag scheint in noch größerer Entfernung
zu liegen; die nächsten Vorberge, und zwar eine dunkle, O—W streichende Kette,
die wir links haben, verbergen die Hauptkette. Alle Becken, wie auch die Seen, sind von
W nach O ausgezogen, eine Orientierung, die natürlich durch die orographische Morphologie
des ganzen Landes bedingt wird. Jenseits der östlichen Wasserscheide des letzten Zentral-
beckens strömt ein in drei Arme geteilter Bach von 2 cbm Mächtigkeit nach NO in den
kleinen See Nr. 10, den wir linker Hand in ein paar Kilometer Entfernung lassen. Der
Bach stammt aus einigen Schneegipfeln der nördlichen Hauptkette.
Vom Lager XVI, an einem Bach, der ebenfalls in den See Nr. 10 mündet, sehen
wir in O 115° S ciren sehr dominierenden Schneegipfel, und westlich von demselben er-
heben sich mehrere andere. Im allgemeinen ist die Landschaft im Süden unserer Route
ebener als im Norden, und die südliche Hauptkette wird durch Vorberge oder
Kämme verborgen.
Auf dem Weitermarsche nach OSO (1. September) .st zuerst das Terrain sehr eben,
fällt aber unmerklich zum See Nr. 10; es ist eine Hochebene, auf der nirgends festes Gestein
ansteht. Der Boden ist überall in dieser Gegend mit einer dünnen Schicht von feinem
Schutt des grünen Schiefers bedeckt, welcher auf sehr fein verteiltem Staub liegt. Die
Grasvegetation hört allmählich auf; doch kommen Murmeltiere und ein anderer kleiner
Nager, ebenfalls in Höhlen lebend, vor. Bisweilen ist der Boden so eben, dafs man nicht
sehen kann, in welcher Richtung er fällt; hier und da liegen kleine Tümpel, mit einem
Ring von Moos umgeben. Die Mittellinie des großen Längthales haben wir in einigen
Kilometern Entfernung nach Norden, wo die Seen Nr. 10 und 11 liegen. Auf der
späteren Hälfte des Tagemarsches hatten wir rechter Hand ein mächtiges Massiv
(auf der Karte D genannt) der südlichen Kette, mit großen Schneefeldern und vielleicht
auch mit rudimentären Gletschern bedeckt. Hier scheint die südliche Kette einen Bogen
nach Norden zu machen, denn die östlich und westlich davon gelegenen Teile rücken weiter
nach Süden zurück. Von diesen Bergen stammen mehrere gegen Norden strömende Bäche,
die ziemlich wasserreich, ½ bis ⅔ cbm jeder, und krystallklar waren; sie werden von dem
See Nr. 11, welchen wir linker Hand lassen, aufgesammelt. Im ganzen strömen jetzt etwa
5 cbm von den Bergen nach dem See hinab.
Gerade nördlich des Berges D war der Boden auf einer ziemlich großen Strecke
mit Blöcken und Scherben von schwarzem und rotem Tuff bestreut, teils recht dicht, teils
sporadisch vorkommend. Die größten Blöcke hatten ein bis zwei Kubikmeter Mächtigkeit;
sie hatten genau dasselbe Aussehen wie bei den kleinen weiter westlich gelegenen Tuff-
bergen. Es scheint, als ob der Berg D selbst aus Tuff bestand, oder dafs wenigstens
dort irgendwo ein Tufflager zu finden war, denn als wir diesen Berg hinter uns hatten,
hörten mit einemmal die Tuffblöcke auf. Festes Gestein ist nirgends zu sehen; nur
in den Betten der Bäche lag Schutt des grünen Schiefers. In der Gegend waren
Jaks und Orongoantilopen sehr allgemein. Dann stiegen wir wieder zu einer kleinen
Wasserscheide hinauf, wo verhältnismäßig gute Weideplätze sich ausbreiteten. An der