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0340 Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1
私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 / 340 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000262
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Auf der südlichen Koko-nor-Kette sind weder hervorragende Gipfel noch Schneefelder sichtbar;
die höchsten Partien der Kette sind aber gewöhnlich durch niedrigere Vorgebirge verdeckt.
Auch rechter Hand, im S, haben wir jetzt einen kleinen W—O streichenden Gebirgsarm,
wahrscheinlich die östliche Fortsetzung der Kette, die wir zwischen Bulungir-gol und Tossun-
nor überschritten hatten. Nun nähern wir uns dem kleinen Salzsee Khara-nor, der auch
von Rockhill besucht worden ist. An seinem Nordufer, an dem auch ein Weg führen soll,
breitet sich ein Sandgürtel aus, der ziemlich weit am Gebirgsabhang hinaufsteigt. Der
nördlich davon stehende Teil des südlichen Koko-nor-Gebirges wurde mir Ulan-adergena
genannt; dort sollen gute Weideplätze und Wasser vorhanden sein, und mehrere Mongolen-
lager liegen in den Thälern zerstreut.
Der Khara-nor ist das Zentrum eines abflußlosen Beckens, scheint aber in dieser Jahres-
zeit gar kein Wasser zu empfangen. Wir folgen dem Südufer durch Dickichte von Tama-
risken und anderem Gebüsch, in dem Spuren von Bären zahlreich waren. Der Boden fällt
langsam zum See ab, wo der Ufergürtel ganz flach ist und aus salzbedecktem Schlamm
besteht. Offenbar wird der See im Sommer beträchtlich größer. Das Wasser war herrlich
blau; die Eisbildung hatte noch nicht angefangen, dieselbe geschieht wahrscheinlich wegen
des großen Salzgehaltes ziemlich spät. Einige von den südlichen Bergen kommende Betten
waren ganz trocken; aus N sollen die größten Zuflüsse ausmünden, aber auch diese führen
nur nach Regen Wasser. Bei Kövvö-khuduk, „dem Uferbrunnen", lagerten wir. Das Wasser
war aber so salzig, daß ein neuer Brunnen gegraben werden mußte. Der See war sehr
reich an verschiedenen Wasservögeln, und auf den Weideplätzen an den Ufern waren
Spuren von Kulanen nicht selten. Der Lagerplatz mit dem kleinen See ist an allen
Seiten, nur nicht im Westen, von Gebirgen umgeben; im OSO öffnet sich jedoch ein
breites Thal.
1. November. Wenig östlich vom Lager kreuzten wir das größte von S kommende
Bett, welches sehr oberflächlich in den Thonboden eingeschnitten ist. Den See verlassen
wir bald darauf. Die Steppe setzt sich den ganzen Tag fort, Gras und Kamisch ver-
schwinden aber allmählich, Gebüsch ist ziemlich reichlich. Der Pfad führt nach OSO durch
ein breites Thal, in dem jetzt auch rechter Hand eine nicht unbedeutende Gebirgskette sich
erhebt, von welcher nach mehreren Richtungen Ausläufer ausgehen. Unser Pfad vereinigt sich
mit dem am Nordfuße des Sees laufenden Weg. In der Mitte des Thales, welches übrigens
mehr einem Zwischenraum zwischen zwei Ketten als einem wirklichen Erosionsthal ähnelt,
läuft ein ganz kleines trockenes Bett, mit welchem die zeitweiligen Regenrinnsale sich ver-
einigen. Der Boden besteht aus gelber, feiner Erde, nur selten mit Schutt gemengt. Die
Gesteinsart war ein dunkelvioletter, 53° nach O 160° S einfallender Schiefer. Der Pfad
läuft in der Mitte des Thales, welches gegen O allmählich enger wird; endlich bildet es eine
ganz schmale Passage mit verhältnismäßig niedrigen Klippen an beiden Seiten. Die Kette
südlich unseres Weges wurde Sarlik-ula genannt, weiter östlich heißt sie Bajin-ula. Das
nördliche Gebirge, dem Süd-Koko-nor-System angehörig, nannte man Ketek-ula. Die südliche
Kette ist viel niedriger als die nördliche. Die enge Passage ist nur ein paar Kilometer
lang, dann erweitert sie sich wieder. Von rechts kommt aus einem Thal des südlichen
Gebirges ein 15 m breites, 1 m tiefes, jetzt ganz trockenes Bett, welches Khara-scharuïn-
kubb genannt wird. An seinem östlichen Ufer treten jedoch Süßwasserquellen zu Tage,
die hier einen Sumpf bilden.
Der Hauptweg der Tadjinur-Mongolen nach Kum-bum und Si-ning-fu geht über Tengelik,
Nomokhon-khoto, Schischin-köbbö, Schotogor, Suleto (mit dem Suluin-gol), Sukhain-bom,
Dalan-turgun, Turun-buluk und Ussun-äkin, wo dieser Weg sich mit dem unsrigen vereinigt;
dieser letztere wird Kurlukuin-halga genannt und von den Mongolen von Kurlyk-nor, Baga-
und Jike-tsidum, Sertäng &c. benutzt. Der ersterwähnte Weg kreuzt nur einen kleinen
Keil der Wüste; es gibt dort mehrere Mongolenniederlassungen, Wasser, Weideplätze und