国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0341 |
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 |
| 私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1 |
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Brennholz, und der Weg ist vier Tagereisen kürzer, als der von uns über Kurlyk-nor
genommene.
Am 2. November führte unser Weg nach O, mit einer kleinen Wendung nach S. Das
Thal wird immer breiter und ähnelt einer Hochebene zwischen den Gebirgsarmen. Der
Boden ist sehr eben, jedenfalls kaum bemerkbar kupiert, besteht aus weichen Erdschichten
mit Steppenvegetation und ist äuſerst selten mit Schutt bedeckt. Eine gemeinsame Haupt-
erosionsfurche gibt es hier nicht; das Thal scheint in eine Reihe abfluſsloser Becken zu
zerfallen, denn die trockenen Betten, die wir kreuzen, sind alle nach verschiedenen Rich-
tungen gerichtet. Weiter östlich wird es jedoch deutlich, daſs die niedrigsten Teile des
Gebietes am Fuſse der südlichen Kette liegen. Das erste Zeichen davon war eine recht
ausgedehnte Salzfläche, die jetzt trocken ist und weiſs leuchtet. Dann kreuzen wir ein
bedeutendes, trockenes Bett, das nach SO, zum westlichen Ende eines O—W ausgezogenen
langen Salzsees gerichtet ist. Dies ist der Serke-nor; am westlichen Ende entspringen einige
Süſswasserquellen in offenen Bassins, und solche finden wir auch an einigen Punkten des
Nordufers, wo sich überall dichte Kamischsteppe ausbreitet. Wenig nördlich vom Westende
stehen ein paar Hügel, die letzten Ausläufer des Süd-Koko-nor-Gebirges. Hier ist ein „obo",
Gadser-udsur, errichtet worden. Nur am Westende des Sees und einige Kilometer weiter
östlich sahen wir kleinere offene Wasserflächen; sonst war, so weit man nach Osten sehen
konnte, der See trocken, und auf dem entblöſsten Boden lag eine dichte Schicht von reinem,
vorzüglichem Salz. Im Sommer soll aber der See mit Wasser gefüllt, aber trotzdem sehr
seicht sein.
Der Pfad verläuft dann in der Nähe des nördlichen Ufers; im S breitet sich die weiſse
Salzfläche aus, hin und wieder passieren wir trockene Furchen, die von der nördlichen
Gebirgskette kommen, wo sich, wie auch an der südlichen, bisweilen die breiten Mündungen
der Querthäler öffnen. In diesen Gebirgsthälern sollen mehrere Tangutenlager liegen. Die
Kamischsteppe hört endlich auf, dann folgt sporadische Wüstenvegetation. Von Tieren sahen
wir nur Kulane und Raben. Auch am östlichen Ende des Serke-nor, an dem wir lagerten,
fand sich offenes Wasser und am Ufer Süſswasserquellen.
Am 3. November gingen wir weiter über gut mit Gras bewachsene Steppe nach O.
An ein paar Punkten finden wir Spuren von verlassenem Ackerbau, und rechts vom Wege
stehen die Ruinen von einigen alten chinesischen Häusern; linker Hand öffnet sich im
Gebirge ein bedeutendes Thal, aus welchem ein Bach heraustritt, der weiter unterhalb, auf
der Steppe, in drei Arme geteilt ist; der erste Arm war trocken, der zweite hatte ein
gefrorenes Rinnsal, der dritte, der 35 m breit und 2 m tief in die weichen Erdschichten
eingeschnitten war, hatte jetzt auch nur einige Eiskuchen im Bette. Die Betten sind mit
Geröll gefüllt. Die Gegend wird hier Ortáni genannt. Ringsherum breitet sich üppige
Steppe aus; im S erheben sich ein paar kleine isolierte Gebirge, und südlich von ihnen
sehen wir noch einen See, bedeutend kleiner als der Serke-nor. Es ist der Dulan-nor von
Prschewalskijs Karte, und von den Mongolen wird er auch, wie so viele andere Seen,
Khara-nor genannt. Ohne Zweifel ergieſst er das dreiarmige Bett in diesen See. Auch
hier gibt es Ruinen von Häusern.
Wir nähern uns nun dem südlichen Koko-nor-Gebirge, und die Steigung des Bodens
nimmt allmählich zu, obgleich noch langsam. Endlich treten wir in die trompetenförmige
Mündung des Dulan-jung hinein; der Pfad geht auf der rechten Uferterrasse. An beiden
Seiten erheben sich Gebirgsarme, deren niedrigere Abhänge sanft abgerundet sind und
mehr vegetationsbedeckten Hügeln ähneln; alles ist weich; von festem Gestein sahen wir
nichts. Ziemlich hoch hinauf wächst aber auf den nach SW gerichteten Abhängen Nadel-
holzwald in einem Gürtel. Das Thal ist noch breit und ziemlich offen, der Fluſs hat ein
recht tiefes Bett mit scharf markierten Uferterrassen ausgemeiſselt, die jedoch, je höher wir
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