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0343 Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1
私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 / 343 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000262
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OCR読み取り結果

Ausblicke auf den Hauptkamm des hier und da schneebedeckten Süd-Koko-nor-Gebirges.
Vom Serke-nor ab war sonst der Schnee nur in kleinen Flächen vorgekommen. In NNO-
Richtung nähern wir uns dem Pafs, dessen Steigung nicht steil ist, der Boden ist weich,
grasbewachsen und bequem; in der Mitte der kleinen Thalfurche haben wir ein hart-
gefrorenes Rinnsal. An beiden Seiten sind ebenfalls die Abhänge mit weichen Erdschichten
bedeckt; dies gilt auch für den flachen, kuppelförmigen Pafs selbst, wo ein kleiner „obo"
errichtet worden ist. Der Pafs heifst Nökötten-köttel und ist 3809 m hoch.
Im Norden öffnet sich jetzt das breite, offene Thal des Bukhain-gol, in dem die Ober-
flächenformen überall flach, abgerundet, sanft und nivelliert sind, ohne scharfe plastische
Züge oder tief eingeschnittene Erosionsfurchen. Vom Passe führt der Pfad gegen NO; der
Fall ist hier noch langsamer als auf der Südseite, und auch hier gibt es nirgendes festes
Gestein. Das Bett dieses Thales ist zuerst trocken, weiter unten führt es etwas Wasser,
welches allmählich den Bach Nökötten-gol bildet, der jetzt gefroren war, sich weiter unten
mit dem Bukhain-gol vereinigt, und an dessen Ufer wir lagerten.
Am 7. November verließen wir das Thal des Nökötten-gol linker Hand und gingen
nach ONO in spitzem Winkel nach dem Bukhain-gol. Die nördliche Koko-nor-Kette, welche
im Norden das Bukhain-Thal begrenzt, scheint, jedenfalls von hier aus gesehen, nicht be-
sonders bedeutend zu sein; auch ihre Oberflächenformen sind sanft abgerundet. Der
Hauptkamm der Süd-Koko-nor-Kette wird jetzt von ihren eigenen Ausläufern verdeckt.
Unser Pfad kreuzte mehrere von diesen niedrigen Bodenanswellungen; an den Kulminationspunkt
jedes derselben ist ein „obo" errichtet worden. Hin und wieder münden Neben-
bäche, parallel mit dem Nökötten-gol, aus. Der Kundelung war, obgleich klein, doch tief
eingeschnitten und nicht leicht zu passieren. Der nächste Gebirgsausläufer wurde Kirse-
tollga genannt.
Dann gelangen wir in die unmittelbare Nähe des Hauptflusses, und die kleinen Aus-
läufer rücken deshalb in immer größerer Entfernung rechter Hand zurück. Der Urun-
hattji-namen ist ein bedeutender Nebenbach, der von der Süd-Koko-nor-Kette kommt und
sich mit dem Bukhain-gol vereinigt. Durch seine breite Mündung sehen wir wieder den
Kamm dieser Kette mit ihren ziemlich unbedeutenden Gipfeln und ohne Schnee. Sobald der
Bach in das Flachland des Hauptthales herausgetreten ist, biegt er nach NO um; an
der Mündung war er in zwei Arme geteilt, die linke war 8 m breit, hatte 0,5 m mittlere
Tiefe und 0,9 m Stromgeschwindigkeit; der rechte war 28 m breit, hatte 0,2 m mittlere
Tiefe und 0,6 m Stromgeschwindigkeit; also eine Gesamtwassermenge von etwa 7 cbm in
der Sekunde. Das Bett war im ganzen etwa 50 m breit, 2 bis 3 m tief eingeschnitten,
der Boden mit Geröll gefüllt; im Sommer scheint die Wassermenge recht beträchtlich
zu sein.
Das Bett des Bukhain-gol, dessen rechtem Ufer wir unmittelbar folgen, ist sehr breit
und mächtig. Es ist je nach der Höhe der Bodenschwellen 1 bis 5 m tief eingeschnitten.
Auf trockenen Flächen und Inseln im Bette ist die Vegetation recht reichlich, sonst leuchtet
das meistens trockene Bett grau von Schutt und Geröll. Der Flufs selbst ist gewöhnlich
in mehrere Arme geteilt und gefroren; wo er in einem Arm fliefst, ist das Wasser offen.
Am linken Ufer erheben sich niedrige Hügel, hier und da von Nebenbächen durchschnitten.
Wir lagerten im Bett selbst an einer Stelle, für welche die Mongolen keinen anderen
Namen kannten als Bukhain-kövvö („Ufer des Bukhain"). Kulane sind sehr zahlreich, sonst
kamen Antilopen, Wölfe, Füchse und Hasen vor; unter den Vögeln waren wie gewöhnlich
die Raben am häufigsten. Lager und Herden waren nirgends zu sehen. Im nördlichen
Gebirge sollen jedoch Bomotrik-datsa-Tanguten, und im südlichen, wie auch im Dulan-Thale
Nagsa-Tanguten wohnen.
8. November. In der Nacht hatte es geschneit und der Boden war weiß, der Schnee
verschwand aber im Laufe des Tages; während des ganzen Winters hatten wir nur noch
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