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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0346 |
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 |
| 私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1 |
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hinaus, auf welcher lauter Sanddünen sich erheben. An der Ostseite, wo die Hügel
ebenfalls abgerundet und weich sind, fällt das Gelände etwas schneller; hin und
wieder sehen wir Niederlassungen und Herden. Von einem kleinen Nebenthal linker
Hand kommt ein Bach, der allmählich mehrere kleine Zuflüsse empfängt. Durch das
Thal Sutje-buluk führt ein Weg nach der Gegend Araku. Die Landschaft öffnet sich
immer mehr; der Hauptkamm ist ziemlich weit entfernt; der Arm an der rechten Seite
hat einige Schneegipfel. Die Breite des Thales wird gröfser und es geht endlich in ein
ausgedehntes Muldenthal über; die meisten und gröfsten Nebenbäche kommen von Süden.
Das Lager wurde in der Gegend von Bajin-hoschun, an dem rechten Ufer des Haupt-
baches errichtet. Der Pafs Khara-kötell ist insofern wichtig, als er die Ostgrenze des
letzten von uns besuchten abflußlosen Beckens bezeichnet; von seiner Ostseite strömt das
Wasser zum Hwang-ho.
Am 14. November folgten wir dem rechten Ufer des Flusses nach SO; er wächst
allmählich durch die von den Seiten ausmündenden Nebenbäche; er wird Tsunkuk genannt
und strömt über Ten-kar und Si-ning-fu. Nun wird das Muldenthal enger; wo die Gebirgs-
arme sich einander nähern oder richtiger, wo der Flufs seinen Durchbruch beginnt, heifst
die Gegend Tsarge, und hier werden einige chinesische Ruinen von den Mongolen Bar-
khoto genannt. Unterhalb dieser Stelle ist das Thal eine Strecke lang wieder breit und
offen; hier wohnen Mongolen, deren Zelte und Herden dann und wann sichtbar sind; auch
Kamele werden hier verwendet. Die rechte Gebirgsseite ist leicht schneebeekleidet, und
von hier aus kommen mehrere nicht unbedeutende Nebenbäche herab. Der Weg ist gut
und hat immer lebhaften Verkehr.
Um einen von der rechten Thalseite vorspringenden Gebirgsausläufer macht der Flufs
eine fast rechtwinkelige Krümmung. Die Gebirge bestehen hier, wie auch die Verwitterungs-
produkte überall im Thal, aus Granit. Nach einer neuen Erweiterung wird das Thal
wieder eng, und der Tsunkuk prefst sich an den rechten Granitfelsen, so dafs der Pfad
zum linken Ufer hinüberlaufen mufs. Der Flufs war jetzt 35 m breit, hatte 0,5 m mittlere
Tiefe und 0,8 m Stromschnelligkeit, die Wassermenge betrug 14 cbm. Im Hochsommer
soll der Flufs so mächtig sein, dafs er nicht gekreuzt werden kann. Der Weg läuft
dann die ganze Zeit am rechten Ufer und führt über die hier gelegenen Felsen, Jollo-
hadda genannt. Unterhalb dieser Stelle heifst das Thal Murgutsuk, und hier bildet der
Flufs stellenweise Katarakte. In der Gegend Mokhur, nicht weit vom Tempel Schinne-kitt,
lagerten wir.
15. November. Die ganze Tagereise führt nach SO am linken Ufer des Flusses, dicht
am Gebirgsfufs. In der Gegend Valgusa ist das Thal eng, tief und scharf eingeschnitten.
Die Gebirgswände fallen an beiden Seiten steil ab, und im Flufsbett liegen Massen von
Blöcken; auch der Weg ist hier unbequem und voll Geröll. Von der rechten Seite
mündet das Nebenthal Khara-schada aus, in dessen obern Teil der erwähnte Tempel Schinne-
kitt liegt. Der Hadda-ulan ist ein sekundärer kleiner Pafs, in weichen, roten Erdschichten
gelegen; unterhalb desselben haben wir wieder eine Thalweitung mit dem Dorf Tsagan-
tokho, von Chinesen und Mongolen bewohnt und von Gerstenäckern umgeben. Die Gebirge
bestehen hier aus schwarzem Schiefer. Dann wird das Thal wieder eng. Von der rechten
Seite mündet ein bedeutendes Nebenthal aus, und in der Ecke zwischen diesem und dem
Hauptthal steht auf einer vorspringenden Klippe der Tempel Brattsing-kitt. Hier führt
eine Holzbrücke über den Hauptflufs. Am linken Ufer liegt das Dorf Tsakha-bäsching;
alle hiesigen Dörfer haben sowohl mongolische wie chinesische Namen. Wenig unterhalb
mündet ein bedeutendes Nebenthal aus; der hier anstehende stark gepreifste, helle Glimmer-
schiefer fällt 35° nach S 220° W; die Gegend wird Kökkö-ödjir (-Koko) genannt. Jike-tsam
ist ein großes Dorf am linken Ufer; von hier aus ist der Weg mit Pappeln bestanden, und
die Äcker werden immer zahlreicher. Hure ist ein Thal an der linken Seite, und an seiner
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