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0356 Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1
私の中央アジア旅行における豊富な地理学的知見、1894-1897 : vol.1
Die Geographische-Wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen in Zentralasien, 1894-1897 : vol.1 / 356 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000262
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Menschenhand angelegt; dafs er in der That ein vom Wasser gebildetes Bett ist, zeigen
nur die langgestreckten „Inseln", um welche er sich gabelt. Schutt und Wasserfurchen
fehlen dagegen ganz. Wahrscheinlich ist das Bett von Regenwasser aus den Ala-schan-
Bergen gebildet; es wird gegen NW immer schmäler und verschwindet endlich in der
Wüste. Um die kleine Stadt Wang-je-fu ist der Boden etwas zerrissen, und Schutt kommt
hier wieder vor.
Am 14. Januar verließen wir Wang-je-fu (auch Fu-ma-fu und Ding-juan-jing genannt).
Außerhalb der südlichen Stadtmauer fließt ein von dem Ala-schan-Gebirge herabströmender
Bach, der nur eine kurze Strecke nach WSW fließt, um in der Wüste sich zu verlieren;
nur in der Hochwasserperiode setzt er sich ziemlich weit fort; er war bei der Stadt in
drei Arme geteilt und mit Brücken versehen. Nördlich von der Stadt soll ein kleiner
See liegen, der Lobo-nor (auch Lova-nor) genannt wird. OSO von der Stadt sieht man
die Einsenkung in der Ala-schan-Kette, über welche ein kürzerer Weg nach Ning-scha
geht, der nur zwei Tage in Anspruch nimmt. Wir mußten aber die Kamele wegen eines
weiten südlichen Umwegs machen. Südlich von der Stadt passieren wir mehrere Dörfer und
Landhäuser mit Feldern und Gärten, dann ist das Terrain eine ziemlich unebene Steppe.
Hier kreuzt der Weg eine Menge kleine, steingefüllte Betten, teils trocken, teils mit Eis-
kuchen, selten mit einem offenen Rinnsal, wahrscheinlich von Quellen stammend; zwischen
diesen Betten befinden sich Erhebungen des Bodens, und die Landschaft ähnelt in vielen
Beziehungen dem Nordfufs des Kwen-lun-Gebirges mit dessen „tjapps", obgleich hier wegen
der kleinen Dimensionen des Gebirges in viel kleinerem Mafsstab. Die westlichen Abhänge
der Ala-schan-Kette, die wir unmittelbar linker Hand haben, sind sonst abfallend, und
rechter Hand breitet sich die offene, ebene Steppe aus, die allmählich in die Sandwüste
übergeht. Djo-dje-te-schang (mongolisch Jike-baschingte) ist ein Gasthof am Weg.
Nach Djo-va (mongolisch Törgön) führt der Weg nach S über schwach unebenen Boden,
der hin und wieder mit Schutt bedeckt, sonst Steppe ist. Die Gegend war, so viel wir
wegen des ungünstigen Wetters sehen konnten, unbewohnt; morgens hatten wir nämlich
heftigen Südwind mit Staubnebel, der im Laufe des Tages auf W mit heftigem Schneefall
überging und endlich auf N.
Am 16. Januar kreuzten wir den südlichen Teil des Ala-schan-Gebirges. Der Weg
geht allmählich nach SO über, und wir treten in eine weite Thalmündung hinein, die von
flachen, roten Konglomerathügeln eingeschlossen ist. Das Thal wird vom Bach Tjchan-niu-
schui (mongolisch Toli) durchströmt. Der Pafs Tömur-öden (1707 m) ist sehr bequem und
leicht zu passieren. Auf der Ostseite fällt der Boden etwas steiler ab, und hier ist das
Thal enger. Da-tjing ist ein kleines Dorf am Ostfufs des Gebirges. Von hier aus läuft
der Weg nach ONO, der Boden fällt langsam gegen den Gelben Flufs hin ab, doch ganz
bemerkbar, ist zuerst mit Schutt bedeckt, dann aber harter Staubboden mit vorzüglichem
Weg. Ping-tji-pho ist ein kleines Dorf. Jenseits desselben hatten sich einige Dünen ge-
bildet; hin und wieder breiten sich gefrorene Sümpfe aus, die wahrscheinlich durch Über-
schufswasser von einigen „ariken" entstanden sind. Über das Dorf Tjang-tje-ko gelangen
wir nach Schi-ne, dem Mandschu-Stadtteil von Ning-scha. Etwa 10 km östlich davon liegt
das chinesische Ning-scha mit einem bedeutenden Bewässerungskanal außerhalb der West-
pforte. Im Winter bekommen auch hier die Bewohner ihren Wasserbedarf aus Brunnen;
in Schi-ne war ein Brunnen 2,95 m tief mit 8,2° Temperatur, in Ning-scha einer 3,20 m
tief mit 8,6° Temperatur.
Nach Li-ngan-pu geht der Weg hauptsächlich nach NO über ebenen, guten Boden
mit einigen Dörfern und Kanälen, und dann NNO nach Peching-lo; auch hier liegen Dörfer
in einer Reihe am Weg, und zwischen ihnen breiten sich Äcker oder Steppengürtel aus;
die gröfsten Dörfer waren Jo-gan-po und Da-sching-dung. Im Westen erhebt sich das
Ala-schan-Gebirge mit wenig Schnee auf den höchsten Gipfeln. Auf der Strecke nach