国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

> > > >
カラー New!IIIFカラー高解像度 白黒高解像度 PDF   日本語 English
0033 Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1
中央アジア秘宝発掘記 : vol.1
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 / 33 ページ(白黒高解像度画像)

New!引用情報

doi: 10.20676/00000198
引用形式選択: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR読み取り結果

Diese bestanden aus den „Zuhörern". Über ihnen standen die „Er-
wählten" oder „Vollkommenen". Dann folgen drei Rangstufen,
nämlich die „Presbyteroi", die „Episcopi" und über ihnen die
„Magistri".
Das Haupt aller manichäischen Gemeinden, dessen lateinischer
Titel „princeps" lautet, mußte seinen Wohnsitz in der Stadt Babel
haben. Zur Zeit der Verfolgungen floh er aber nach irgendeiner
Stadt, die Sicherheit gewährte. Samarkand war lange ein sicherer
Zufluchtsort.
Die Verfolgungen blieben nicht aus. Im Westen, wo die Mani-
chäer dem Christentum in Nordafrika, Südeuropa und Westasien
mehr Widerstand geleistet und größere Mengen Proselyten gewon-
nen hatten als irgendeine gegnerische Religion, wurden sie von den
Christen derartig verfolgt und ausgerottet, daß nirgendwo auch nur
der kleinste Rest manichäischen Schrifttums übriggeblieben ist.
Als von Manichäertum abhängige Sekten haben sich in Europa
noch lange gehalten die Paulicianer, Bogomilen, Katharer und Al-
bigenser; den schauerlichen Untergang der letzteren in der blühen-
den (westgotischen) Provence brauchen wir als allgemein bekannt
nur zu erwähnen.
Länger hielten sich verwandte Anschauungen besonders in Bos-
nien, wo die einrückenden Türken mit Jubel als Befreier von den
durch die Kirche gedrückten Sektierern begrüßt wurden.
Über die Wanderung der östlichen Manichäer gibt das arabische
Buch Fihrist des An-Nadīm, das von Flügel in seinem lehrreichen
Werk „Mani" auszugsweise übersetzt worden ist, einige Nach-
richten:
„Bruchstücke aus der Geschichte der Manichäer, ihre Aus-
wanderungen in verschiedene Länder und Nachrichten über
ihre Vorsteher."
Die ersten, die, abgesehen von den Samanäern (Buddhisten),
in die Städte jenseits des Oxus einwanderten, gehören zu den
manichäischen Religionssekten. Die Veranlassung dazu war fol-
gende: Nachdem der Chosroe [Bahrām ben Hurmuz, etwa
272—75] Mānī hatte töten und kreuzigen und den Bewohnern
seines Reichs hatte verbieten lassen, sich in religiöse Stretig-
keiten einzulassen, begann er die Anhänger Mānis, wo immer er sie
finden vermochte, hinzurichten¹. Sie flohen daher unausgesetzt