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0143 Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1
中央アジア秘宝発掘記 : vol.1
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 / 143 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000198
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OCR読み取り結果

Fleisch hier vor). Er fand es ausgezeichnet. Ich teilte aber die Ab-
neigung der Türken gegen den Genuß von Fischfleisch.
Es gibt im Lande nur zwei Gegenden, wo Fische häufig genossen
werden, nämlich bei Maralbaschi, wo der Tarimstrom ungeheure
Mengen liefert, die von den dort wohnenden Dolanen gern gegessen
werden, und zweitens das Gebiet um den Lobnor, wo die ganze,
von den übrigen Türken angeblich ziemlich abweichende Bevölke-
rung, hauptsächlich von Fischen im frischen oder getrockneten Zu-
stand lebt. Es ist bemerkenswert, daß beide, Dolanen und Lob-
bewohner, von den Türken als fremdrassige Leute betrachtet
werden.
Übrigens ist der See der Tummelplatz von ungezählten Schwär-
men von Wasservögeln. Hier brütet der Schwan, dessen Gefieder
von den Chinesen als Verbrämung für kostbare Roben gesucht wird.
Gänse und Enten verschiedener Art beleben die Ufer und die Ober-
fläche in Menge, und stets sahen wir eine Menge ihrer hakenartig
geformten Flüge am Himmel. Auch Reiher aller Art kommen vor;
wir haben sie aber niemals genau betrachten können, weil sie immer
scheu aufflogen, sobald die Reiter sich näherten.
In der Nähe von Kurla liegen die Ming-Öi von Schortschuk, die
wir später mit Grünwedel besuchten. Auch eine befestigte, alte
Stadt liegt bei Karaschahr. Die Häuser sind aber verschwunden,
und der ganze von der Mauer umschlossene Raum ist dicht besetzt
mit mehreren Meter hohem Rohr.
Von Kurla aus erreichten wir Kutscha in Eilmärschen, und in
dieser Stadt, wo noch einige Kunstindustrie blüht, gestatteten wir
uns vier Rasttage. Allerdings wandten wir diese Rasttage an, um
die berühmten Ruinen in der Umgegend, die Ming-öi von Kumtura
und von Kyzil-Kargha, zu besuchen. Von Kutscha aus gingen wir
über Bai und Dschäm nach Aksu, wo wir dem dortigen Taotai un-
sere Aufwartung machen mußten, das heißt, wir schickten unsere
Visitenkarten.
Mir ging die Reise aber zu langsam, und ich beschloß, am näch-
sten Morgen früh mit einem persönlichen Diener voranzureiten. Am
Abend brachte ein Bauer uns ein Geschenk, eine Platte mit 15
oder 20 der köstlichen Pfirsiche von Aiköl, überfaustgroße,
schneeweiße, duftende Früchte, von einer Vollkommenheit, die sie
im ganzen Lande berühmt macht. Auch sind die Kerne artenecht.
Wer einen solchen Pfirsichkern pflanzt, kann sicher sein, dieselbe
Frucht an dem daraus entstehenden Baum wiederzufinden.
Herr Bartus kam herein, sah diese Früchte und sagte: „Herr
Doktor, Herr Doktor, was würde solch ein Pfirsich wohl in Berlin