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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0223 Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1
中央アジア秘宝発掘記 : vol.1
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 / 223 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000198
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OCR読み取り結果

hammedanischen Höfe von Teheran bis Komul und durch das ganze
Himalayagebiet und durch Indien.
In Leh versuchten einige dunkelhäutige Diener, Hindustani-
Muhammedaner, meine Turkidiener religiös zu verhetzen. Sie warn-
ten sie, von mir berührte Speisen zu berühren usw. usw., denn
meine Berührung mache sie unrein. Ich holte Egämbärdi und die
anderen Leute, zeigte ihnen die dunkeln Männer und fragte.
„Wie ist meine Farbe?" — „Weiß, Herr!" — „Wie ist eure
Farbe?" — „Weiß, Herr!" — „Wie ist die Farbe jener?" —
„Schwarz, Herr!" — Also! Ihr und wir Franken gehören zusammen —
die Hindu wollen nicht einmal untereinander sich anerkennen und
miteinander speisen — wenn sie dann dem Islam zu folgen begin-
nen, haftet der alte Unglaube (kufr) noch in ihrem Geist und sie
wollen nicht mit anderen essen! Folgt ihnen nicht, denn solche Ge-
bote hat Hazrat Muhammad (mit ihm sei der Friede!) nicht im
gesegneten Koran niedergeschrieben!"
Die Türken waren damit sehr zufrieden und lachten die Hindu-
stanis aus. Die waren aber sehr ergrimmt.
Ich ritt nach einem weiteren Rasttage weiter und legte die siebzehn
Tagereisen von Leh nach Srinagar in zwölf Tagen zurück. (Taf. 51, 52.)
Der Weg führte zum Teil auf den Uferklippen des Indus entlang,
der in der Tiefe seine wilden Wasser brausend einherwälzt. Ein
prachtvoller Anblick, aber für einen Mann, der Schwindelanfällen
stark unterworfen ist, so gefährlich, daß ich genötigt war, meistens
mit dem Gesicht gegen die Felswand, und nicht herunter zum
Strom gewendet, zu reiten. An manchen Stellen war der Anreiz,
sich heruntergleiten zu lassen, so groß, daß ich galoppierte, um
von diesen Stellen fortzukommen. Auch diese wurde endlich über-
wunden.
Wir stiegen in das Sindhtal herab, und obwohl es November
war, freute ich mich an den grünen Triften, den prächtigen Wal-
dungen und der damals noch in vielem Enzian prangenden Fels-
landschaft Kaschmirs.
In diesem an landschaftlichen Reizen überreichem Tal wächst
ein giftiges Gras, welches den Tod der Pferde, die davon fressen,
herbeiführen soll.
Auch auf dem Murghipaß kommt ein Giftgras vor. Dort sah
ich übrigens starke Stauden der Aconitpflanze.
In der letzten Station vor Srinagar kampierte ich unter einem
ungeheuren Tschenarbaum (Platanus orientalis), von allen Bäu-
men, die ich gesehen habe, einer der großartigsten durch Größe
und Schönheit des Wuchses.