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0093 Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1
Buried Treasures of Chinese Turkestan : vol.1
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 / Page 93 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000198
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Bartus war, wie schon bemerkt, überall ein großer Favorit.
Seine natürliche Heiterkeit, seine herkulische Kraft und seine große
Gutmütigkeit gefielen den Leuten. Wir haben zusammen viel ge-
lacht.

Eines Tages sagte ich ihm: „Herr Bartus, hier ist die Blech-
dose mit getrockneten Heidelbeeren, die als Mittel gegen Durchfall
mitgenommen worden sind. Es sind aber Käfer hineingekommen
und Sie können den Inhalt ausschütten. Die Dose wollen wir ver-
wahren, um Manuskripte oder derartiges hineinzupacken."

Am nächsten Tage kam Bartus mit einem Stoß schöner, alter
Handschriften. Ich fragte ihn: „Aber, Herr Bartus, wo haben Sie
denn den Kāgaz¹ her?" „Jawoll, Herr Doktor," sagte er, „wie ich
gestern das Zeug wegschmeißen wollte, da kamen ein paar von den
alten Herren und die fragten mich, was ich da hätte. Da habe ich
ihnen gesagt, das sei ein Verjüngungsmittel. Da wollten sie alle
davon haben. Ich sagte ihnen aber, erst müßt ihr ordentlich Kāgaz
bringen und siehe, gleich brachten sie mir den ganzen Stoß. Ich
habe ihnen dann davon gegeben und heute morgen waren sie schon
wieder da und wollten mehr haben. Sie haben es alles gegessen,
Beeren und Käfer, und behaupten, es hülfe ausgezeichnet!"

Eine andere lustige Geschichte passierte am Tage vor unserem
Aufbruch nach Komul. Ich saß noch im Zimmer und bemühte
mich, Rechnungen für die Oberrechnungskammer herzurichten. Es
war eine furchtbare Aufgabe, denn es gab dort russische Währung
in Papier, Gold und Silber, chinesische Währung in gemünztem
Gelde (Silber und Kupfer), in chinesischem offiziellen Papiergeld
und in städtischem Papiergeld oder richtiger Seidengeld. Die
Scheine (chin. tī-zā) waren bedruckte Stücke von Ölseide, etwa
von der Größe eines alten braunen Tausendmarkscheins. Über
dem Druck waren die offiziellen Siegel mit Zinnober aufge-
stempelt. Auch Silberbarren, die man zerschneidet und abwiegt
kommen vor. All dieses Geld hatte fast täglich einen anderen Kurs.

Ich saß ziemlich verdrießlich über dieser Arbeit, während Bar-
tus im Hofe noch hämmerte. Da besuchten mich die Notabeln der
Stadt, würdige alte Herren, und hielten ungefähr folgende An-
sprache: „Herr, Ihr reist jetzt fort, lange waret ihr hier, reich sind
wir alle geworden. Viele habt ihr umsonst von ihren Krankheiten
befreit; leider habt ihr unsere Töchter nicht heiraten wollen. Aber
wir haben euch als gutgeartete Menschen befunden. Wir bedauern,