国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

> > > >
カラー New!IIIFカラー高解像度 白黒高解像度 PDF   日本語 English
0144 Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1
中央アジア秘宝発掘記 : vol.1
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 / 144 ページ(カラー画像)

New!引用情報

doi: 10.20676/00000198
引用形式選択: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR読み取り結果

kosten?" Ich antwortete, daß er wahrscheinlich in der richtigen
Saison mit nicht weniger als 20 Mark bezahlt werden würde. Dar-
auf legte ich mich und erhob mich am Morgen gegen zwei Uhr, als
Bartus wieder zu mir kam und mich um Rizinusöl bat. Ich gab ihm
einen Suppenlöffel, er aber sagte: „Nee, Herr Doktor, ein Suppen-
löffel, das ist nicht genug für mich, ich muß zweie haben, so ist
meine Natur." Gegen meinen Willen nahm er noch den zweiten
Suppenlöffel. Mein Auge fiel dann auf die Platte und nicht ein
einziger Pfirsich war zurückgeblieben (ich durfte schon lange keine
mehr essen). Ich fragte, „Herr Bartus, wo sind denn die Pfirsiche
hingekommen?" Die Antwort war verblüffend. „Herr Doktor, ich
hab' doch auch einmal für 400 Mark Pfirsiche essen wollen, ich
habe sie alle gefuttert." Ich war entsetzt, mußte aber abreiten.
Nachher, als ich wieder in Asku eintraf und diesmal den Taotai
antraf, machte mir dieser große Lobsprüche über Bartus: „Du hast
da aber einen famosen Helden (batur)!"
Bartus selbst erzählte mir bei seinem Eintreffen in Kaschgar:
„Um klocken achte morgens kam der Gouverneur mit seinem ganzen
Hofstaat; da waren Kerle bei, die trugen lange Posaunen, zwei
Mann trugen die Posaune über den Schultern und ein dritter lief
hinterher und blies hinein. Alle Gefangenen waren auch gekommen
und schleppten große Ketten oder auch Eisenstäbe, an die sie fest-
gekettet waren, mit sich herum. Alle wollten Geld von mir haben.
Ich habe also den Gouverneur empfangen; seinen Namen konnt' ich
nicht behalten und habe ihn man immer Theophil genannt. Sonst
sprach ich immerzu plattdütsch mit 'em, das er auch sehr gut ver-
verstand. Er blieb von klokken achte bis um zwölfe, aber oft rum-
pelte das in mir und ich, immer mit die Hose in die Hand, habe
mir entschuldigen müssen: ‚Theophil, jetz täuw en beten', dann kam
ich zurück, und die Unterhaltung ging von neuem los, aber alles
mit Lachen und in dickster Freundschaft."