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0150 Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1
中央アジア秘宝発掘記 : vol.1
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 / 150 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000198
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OCR読み取り結果

tet, in dem sich zwei äußerst elende Zimmer befanden. Ich mietete
ihm sofort das Häuschen ab, weil wir gehört hatten, daß andere
Expeditionen im Anzuge seien, und versprach, in etwa einem Monat
dorthin zu kommen.

Die weitere Reise vollzog sich ohne Zwischenfälle. Wir kamen
nach Kutschā, machten dem chinesischen Landrat in der Zitadelle¹
unsere Aufwartung und zogen dann nach Kumtura, einem wohl-
habenden Örtchen, in dessen Nähe sich eine große Siedlung alt-
buddhistischer Tempel befindet. Sie trägt den Namen der ming-öi
(tausend Zimmer oder Häuser) von Kumtura.

Im Hause des Imam bezogen wir eine schöne Wohnung.

Es war furchtbar kalt, und die Winde aus dem Norden und dem
Nordosten mit ihren Staubniederschlägen waren nichts weniger als
erfreulich. Dennoch gingen wir an die Arbeit.

Die Höhlentempel befinden sich am linken Ufer eines reißenden
Stromes, des Muzart. Die Ufer tragen mehrere, durch schauerlich
öde, zerrissene Querschluchten in mehrere Gruppen geteilte Tem-
pelanlagen, von denen die am weitesten stromauf gelegene in hoch
über den Strom herüberhängende, steile Klippen eingeschnitten ist.
(Taf. 28 u. Plan S. 112.)

Sie besteht aus einem langen Gang mit Fenstern, die sich auf
den Strom öffnen. Unter den Fenstern läuft eine breite, aus dem
Stein gehauene Bank, auf der die Mönche abends wohl die Küh-
lung und den Blick auf die wildromantische Landschaft zu genießen
pflegten. Auf der anderen Seite des Ganges befinden sich die Ein-
gänge zu den Höhlentempeln, die, obwohl nicht der älteren Zeit
angehörig, früher sehr schön gewesen sein müssen.

Leider waren in diesen Höhlen Schatzgräber und Plünderer so
erfolgreich tätig gewesen, daß wir keine Ausbeute machen konnten.

In den weiter stromab gelegenen Tempeln dagegen fanden wir
einzelne, verschüttete Gebäude vor, in denen die Wandgemälde
zum Teil noch erhalten waren und wo wir zahllose Skulpturen,
Handschriften und andere Altertümer bergen konnten.

Ein Teil dieser Tempel war in einen Stein geschnitten, der zu
meinem Erstaunen bei genauerer Betrachtung sich als aus Reisig,
versteinertem Reisig! bestehend ergab.

Ein großer, fossiler Knochen stak in dem Gewirr versteinerter
Zweige. Ich ließ ihn herausmeisseln und übergab ihn später dem
paläontologischen Institut zu Berlin.