国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 |
| 中央アジア秘宝発掘記 : vol.1 |
引用情報
OCR読み取り結果
lich wiederkehrenden Überraschungen doch eine derartige Freude,
daß wir alle uns über die Unbill des Lebens lächelnd hinwegsetzen
konnten. Auch Grünwedel hatte Freude an der Arbeit und am Er-
folg, und die Abende am Lagerfeuer werden mir immer unvergeß-
lich sein.
Da unser europäischer Tabak längst verbraucht war, mußten
wir uns mit einheimischem begnügen. Der beste kommt aus der
Gegend von Bai. Er ist hellgelb, leicht und wäre nicht übel, wenn
er nicht mit Lößbrocken, Stengeln von Sorghum usw. vermischt
käme. Wir kauften 25 Pfund für etwa drei Mark. Nach der Reini-
gung blieben etwa 12 Pfund übrig. Aber am Lagerfeuer schmeckte
er doch.
Herr Bartus ging mit gewohnter Meisterschaft an das Heraus-
sägen der Bilder. Hier war der Verputz meistens in ziemlich ge-
ringer Stärke auf die Steinwände aufgetragen und um die Bilder
abnehmen zu können, war es nötig, mit Hammer und Meißel den
weichen Stein zu zerstören, ehe man an das Herausschneiden gehen
konnte, eine Arbeit, die die größten Anforderungen sogar an die
herkulischen Kräfte unseres Technikers stellte.
Aber die Ausbeute war außerordentlich erfreulich; von beson-
derer Schönheit war die Darstellung einer weißen Gottheit mit
einer dunkelfarbigen indischen Musikerin, aus dem „Tempel mit
dem Frescoboden" unterhalb der „Sechszehn Ritter Höhle".
(Taf. 36.)
Die Technik der Entfernung der Wandgemälde ist ungefähr
folgende.
Die Bilder sind auf den Wandverputz aus mit Kamelmist,
Häcksel und Pflanzenfasern geknetetem Lehm, den man zuvor ge-
glättet und mit einer dünnen Schicht Stukko überzogen hat, auf-
gemalt.
Man muß das Bild zunächst mit einem sehr scharfen Messer in
zur Verpackung in Kisten von bestimmter Größe (bei Karrentrans-
port dürfen sie groß sein, bei Kameltransport müssen sie etwas
kleiner sein, am kleinsten für den Transport auf Pferden) entspre-
chend zuschneiden, wobei der Schnitt durch die ganze Verputz-
schicht geführt werden muß.
Bei dieser Arbeit ist es nötig, zuweilen Kurven oder Winkel zu
schneiden, um den Schnitt nicht durch die Gesichter der Dar-
gestellten oder andere wichtige Bildteile hindurchzuführen.
Dann muß mit der Hacke ein Loch in die Seite der Wand ge-
macht werden, um für die Handhabung der Fuchsschwanz-Säge
Raum zu gewinnen; in den Höhlentempeln mußte, wie gesagt, die-
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