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0169 Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1
中央アジア秘宝発掘記 : vol.1
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 / 169 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000198
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OCR読み取り結果

ser Hohlraum häufig mit Hammer und Meißel in den zum Glück
meist weichen Stein hineingearbeitet werden.
Bei sehr schlechter Beschaffenheit des Verputzes wurden zu-
weilen Leute angestellt, die mit Filz bedeckte Bretter gegen die
herauszusägende Gemäldeplatte pressen mußten.
Dann wurde diese Platte von der Wand abgesägt und das Brett
vorsichtig mit dem oberen Rand zuerst von der Wand abgerückt:
die abgesägte Platte muß auf dem zuletzt horizontal mit dem un-
teren Rand noch an der Mauer anstoßenden Brett liegen.
Die mit dieser Arbeit verknüpfte körperliche Anstrengung ist
ungemein groß. Zugleich aber erfordert das Verfahren eine leichte
und geschickte Hand.
Die Verpackung ist ebenfalls nicht einfach.
Zunächst müssen Bretter hergerichtet werden, groß genug, um
der daraufliegenden Verputzplatte auf jeder Seite einen Spielraum
von 8—10 cm zu gewähren.
Auf ein solches Brett werden zwei Lagen trocknes elastisches
Schilfrohr verquer gelegt, darauf kommt ein dünner Filz und darauf
gute ausgekernte Baumwolle.
Auf dieses Brett legt man die erste Platte, die bemalte Schicht
nach unten.
Darauf kommt wieder Baumwolle und dann die zweite Platte,
Bemalung nach oben usw.
Wir haben bis zu sechs Platten so verpackt. Mehr zu nehmen
ist aber nicht ratsam.
Auf dieses Bündel wird dann wieder Baumwolle, ein Filz und
zwei Lagen Rohr (im rechten Winkel zueinander), niedergelegt.
Darauf kommt ein zweites, ebenso großes Brett und, nachdem man
den hohlen Raum zwischen dem Rand der Bildplatten und dem
Außenrand der Bretter oder Holzdeckel sorgfältig mit Flachsstroh
zugestopft hat, wird das ganze Bündel mit Stricken ganz fest ver-
schnürt.
Die Kiste, die es aufnehmen soll, muß groß genug sein, um nach
Aufnahme des Bündels überall noch 8—10 cm Leerraum zu lassen.
Dieser Leerraum wird, zunächst am Boden, mit Bündeln von
Flachsstroh (alles andere Packmaterial zermahlt sich zu leicht!)
in der entsprechenden Mächtigkeit gepolstert. Das Bündel wird
vorsichtig in die Kiste gesetzt, die vier seitlichen Leerräume, zu-
letzt der leere Raum auf der Deckelseite, auf das sorgfältigste mit
Flachsstroh ausgestopft und der Deckel daraufgenagelt.
Wir haben bei so verpackten Kisten niemals den geringsten
Bruch gehabt.