国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0179 |
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 |
| 中央アジア秘宝発掘記 : vol.1 |
引用情報
OCR読み取り結果
die des Buddha als Asket und die dieser drei alten Frauen zer-
kratzt vor.
Die Gemälde sind zum großen Teil gerettet worden. Heute ist
dieser Tempel mit seiner Kuppel im Museum für Völkerkunde, re-
konstruiert nach den alten Maßen, wieder aufgebaut worden.
Weiter nach Osten schließen sich, reihenweise, noch sehr schöne
Tempel an, unter denen die „Schatzhöhle" besonders zu nennen
ist. Sie trägt ihren Namen von dem Umstand, daß in ihrem Fuß-
boden einige Türken goldene Geräte gefunden haben sollen.
Dieser Tempel enthielt stark indisch abgewandelte Gemälde, bei
denen der antike Einfluß besonders in dekorativen Elementen noch
sehr deutlich erkenntlich ist und deren Alter bis in das 5. Jahr-
hundert zurückreichen dürfte. Sie liegt am Austritt, in die Ebene,
eines kleinen Baches, der im Norden aus zwei Quellen entsteht,
von denen die eine aus dem Westen, die andere aus dem Norden
herabfließt. (Taf. 34.) Die Schlucht ist über alle Maßen wild und zer-
rissen, und die beiden Quelltäler sind enge, unheimliche, klamm-
artige Schluchten mit steil aufragenden Klippen.
In der westlichen Schlucht fanden wir eine der merkwürdigsten
Höhlen. (Taf. 32.) Sie liegt, wie die meisten der in der Schlucht ange-
legten Höhlen, hoch in der Klippe und ist mit einer noch zum Teil
erhaltenen, aber sehr gefährlichen, in den Stein geschnittenen Trepp
versehen, weshalb wir sie mit dem Namen der „Treppenhöhle" be-
legten. In den schmalen Schluchten müssen alle Höhlen in ganz
bedeutender Höhe angelegt werden, denn hier läuft bei jedem Un-
wetter alles Wasser mit erstaunlicher Geschwindigkeit zusammen,
füllt die engen Spalten der Klamm und kommt haushoch in rot-
braunen Fluten mit furchtbarem Getöse das Tälchen herab.
Die Gemälde der Höhle waren ebenfalls sehr stark indisch ab-
gewandelt. Leider war Grünwedel hier, wie auch bei anderen Tem-
peln der Fall, nicht zu bewegen, alle noch erhaltenen Bilder mit-
zunehmen. Er fürchtete den längeren Aufenthalt und so war es mir
erst vergönnt, auf der vierten Reise den größeren Teil dieser über-
aus schönen, mittlerweile leider stärker zerstörten Bilder zu bergen.
Besonders bemerkenswert war eine Darstellung der Versuchung des
Buddha durch Mara. Sie befand sich in der Lünette des Gewölbes
oberhalb des Kultbildes. (Taf. 33.)
Weiter aufwärts in dieser Klamm waren noch einige Anlagen
in die Felsen geschnitten. Es war sehr schwer, dort hinzugelangen,
denn der Boden der Schlucht war mit Felsblöcken und Geröll, in
wildester Unordnung, so bedeckt, daß man mühsam vorankam und
in der Backofenhitze der schmalen Klamm fast erstickte.
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