国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0192 |
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 |
| 中央アジア秘宝発掘記 : vol.1 |
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OCR読み取り結果
bergen überrascht, und nur einer der drei Leute kam erschöpft und
durch Kälte erstarrt zu den Höhlen, wo unsere Arbeiter hausten.
Seine zwei Begleiter und der Esel waren unterwegs liegen geblieben
und umgekommen. Die Leute, die wir mit Nahrungsmitteln und
Kleidung ihnen entgegensandten, fanden nur die toten Körper.
Es ist erstaunlich, welche merkwürdige Abkühlung ein solcher
Regen im Gebirge ganz plötzlich veranlaßt.
Die Hitze zwingt die Menschen, nur mit ganz leichten Kleidern
zu gehen. Kommt man dann in einen solchen Sturm und die damit
verbundene Abkühlung, so reichen die Kleider nicht aus und die
Erstarrung tritt schnell ein.
Die große Höhle, die „Stadthöhle", so genannt nach einem
eine ummauerte Stadt darstellenden Wandgemälde, deren Funde
wir an diesem Regentage retteten, lag ganz im Norden und war
durch abgestürzte Trümmer so verschüttet, daß nur der aller-
oberste Teil der Tür sich als kleine Öffnung darbot. Im übrigen
stand eine Pyramide von Schutt vor und in der Tür, die eine
Böschung nach außen, die andere Böschung in den Raum des
Höhlentempels hinein.
Ich ließ von einigen 40 Arbeitern diese Schuttpyramide ent-
fernen, räumte die Höhle aus und stieß in der Höhe von etwa einem
Meter vom Fußboden auf eine ungeheure Menge von Handschriften
in indischer Schrift. Es waren besonders zahlreiche tocharische Ma-
nuskripte hier vertreten. Sie lagen zerstreut rings um den Rest
einer stehenden Buddhastatue, die an der Mitte der Rückwand der
Cella angebracht war.
Aus den Umständen des Fundes schloß ich, daß diese Manu-
skripte im Innern der Buddhastatue niedergelegt worden waren,
und später Plünderer, denen es bekannt war, daß solche Statuen
zuweilen Kostbarkeiten enthalten, sie aufgebrochen und beraubt
hatten.
Die Tempelschänder hatten die kostbareren Gegenstände mit
sich genommen, die für sie wertlosen Manuskripte aber durch den
Raum des Tempels, der damals schon mit einer meterhohen Schicht
Lößstaub bedeckt war, zerstreut. Der Fund an Manuskripten hörte
ebenso plötzlich auf, wie er begonnen hatte, ich ging noch tiefer,
fand aber dort das Erdreich durch Feuchtigkeit fest zusammen-
gebacken. Ich verzichtete daher auf weitere Untersuchung. Pro-
fessor Grünwedel besuchte Schortschuq noch einmal von Turfan
aus; er ging bis auf den Boden und studierte die von mir bereits
in ihren oberen Teilen freigelegten, freilich recht zerstörten Bilder
genauer.
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