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0205 Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1
中央アジア秘宝発掘記 : vol.1
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 / 205 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000198
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OCR読み取り結果

Da es schon spät im Jahre war, hatten wir die Winterroute
(zämistani) über Kökyär gewählt.

Hier schliefen wir, zum letzten Male für mehr als acht Wochen,
unter einem Dach. Im Serai wimmelte es von außergewöhnlich gro-
ßen Flöhen, die Sherer häufig nötigten, sein Hemd über den Kopf
zu ziehen und auszuschütteln. Mir tun sie nichts, höchstens be-
lästigen sie mich durch ihr tumultuöses Hüpfen. Neben der Laus
ist der Floh immer noch ein gutes Geschöpf Allahs — erstere be-
kämpften wir mit Quecksilber in der erwähnten, nie versagenden
Weise.

Die Reise im Hochgebirge vollzieht sich in der Weise, daß man
dem Flußlauf, in diesem Falle dem Tisnäb, folgt. Treten die Ufer-
klippen unmittelbar an das Ufer, so muß man sie entweder erklim-
men und auf ihrem Gipfeln die Reise fortsetzen, oder man kreuzt
den Strom, wenn das andere Ufer bequemer zu sein scheint, und
reitet dort weiter. Oft haben wir an einem Tage den Strom zwan-
zig-, dreißig-, einmal 64 mal durchquert. (Taf. 49.)

Oft gibt es keine Furt und man muß die Pferde durch ziemlich
tiefes Wasser führen; dies ist nicht ohne Gefahr, denn es gibt tiefe
Löcher, glatte Felsen und dergleichen Hindernisse, die ein Pferd
in dem immer sehr starken Strom zu Fall bringen.

So fiel einmal das Tier, welches das Teezeug trug, in ein tiefes
Loch. Der Lederkoffer, in dem sich die Kessel, Teekannen, Zucker-
dosen usw. befanden, war von den nachlässigen Dienern schlecht
geschlossen worden; er ging auf, und lustig, in tanzender Fahrt,
schwammen meine schönen Yarkänder Kessel davon. Die Ufer
traten gleich unterhalb der Unglücksstelle eng zusammen und es
war nicht möglich, sie zu retten. Der Teevorrat wurde durch einen
schnellen Griff eines Ladäki gerettet — der Zucker und die Milch-
konserven verschwanden.

Sherers Diener waren drei baumlange, starke, junge Männer aus
Kaschmir, sehr beherzte und gewandte Bergsteiger, aber sonst, wie
die meisten Kaschmirs, unglaublich feige und aller selbständigen
Handlung unfähig. Die Pferdetreiber waren z. T. Türki, z. T. Tä-
dschiks aus Käbúl (Pärsiwän). Einige Baltis, Ladakhis und Afgha-
nen, sowie ein Tschiträli fanden sich auch darunter. Mein alter
Diener Egämbärdi aus Marghilan war mir auch auf diese Reise
gefolgt.

Einen mischblütigen Afghanen, der Sohn eines der afghanischen
Obersten des Yakūb Bäk und der Tochter eines türkischen Grund-
besitzers aus Kaschghar, hatten wir in Yarkänd angetroffen. Er
war ein Unteroffizier im 9. Bengalischen Lancier-Regiment, der mit