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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0212 Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1
中央アジア秘宝発掘記 : vol.1
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 / 212 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000198
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OCR読み取り結果

Tibeter laufen unbehindert unter schweren Lasten die steilsten
Pfade hinan, wo Pferde nicht gehen können, und sie waren im-
stande, den Weg, zu dem wir neun Tage mit der Karawane und
beladenen Tieren gebraucht hatten, in erheblich kürzerer Zeit zu-
rückzulegen. Neunzehn Eier trank ich auf einmal aus, ein höchst
erfrischendes Labsal. Dann sandte ich zwei Boten, den einen an
den Arzt der Herrnhuter Mission in Leh, Dr. Shawe¹, mit der Bitte,
selbst zu kommen, oder Medizin für Sherer zu schicken. Die Sym-
ptome beschrieb ich.

Den zweiten Boten sandte ich mit einem Briefe an Sir Francis
Younghusband in Srinagar in Kaschmir, 17 Tagereisen entfernt.
Ich teilte ihm mit, daß ich mit einer Empfehlung von Macartney
an ihn reise, daß ich in Panamik angelangt sei und daß ich genö-
tigt sei, einen seiner Landsleute, der am Wege liegen geblieben,
einzuholen. Für den Fall, daß wir nicht zurückkommen sollten, bat
ich ihn, meine Kisten mit königlichem Gut in Panamik abholen
zu lassen, wo meine Dienerschaft sie bewachten. Ich gab an, in wel-
cher Kiste das Geld und die Lohnlisten sich befänden, bat ihn,
die Leute abzulohnen und die Kisten an das nächste deutsche Kon-
sulat — Karatschi in Sindh — weitergehen zu lassen. Dann ließ ich
eine Tragbahre machen, warb noch 30 tibetische Kulis an und legte
mich schlafen.

Am nächsten Morgen mit Tagesanbruch brach ich mit wenigem
Mundvorrat zu Pferde in Begleitung des afghanischen Dieners Ra-
him Chan auf, um Sherer einzuholen. Die Tibeter waren bereits
am Tage vorher abmarschiert.

Wir passierten die drei schwierigen Pässe beim herrlichsten Wet-
ter und erreichten am Abend des dritten Tages die schauerliche
Schlucht, in der ich den Kranken zurückgelassen hatte. Als wir