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0027 Altertümer aus dem Tale des Talas in Turkestan : vol.1
Altertümer aus dem Tale des Talas in Turkestan : vol.1 / Page 27 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000228
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Aus der Untersuchung der sieben oben beschriebenen Grabhügel von Airi-Tan
geht folgendes hervor:
fünf *Grabhügel*, Nr. 3—7, hatten eine kreisrunde Basisperipherie mit einem Durch-
messer von 5—6 m Länge und ragten 0.3 und 0.7 m über die ursprüngliche Erdoberfläche
empor; der Grabhügel Nr. 1, von 0.4 m Höhe, hatte ebenfalls eine kreisrunde Basisperi-
pherie, deren Durchmesser 11 m lang war; Nr. 2, der eine Höhe von 0.3 m aufwies, hatte
eine ovale Basisperipherie mit einem Durchmesser von 5.8×5 m; der letztere zeichnete
sich am Fusse durch einen absichtlich hingelegten Ring von Steinen aus, was dagegen
bei den übrigen nicht der Fall war.
Die *Gräber* selbst waren in die ursprüngliche Erdoberfläche eingegraben und
bei den Grabhügeln Nr. 3, 4 und 6 mit aus Geröllsteinen gemachten Särgen
versehen; die Richtung der Gräber war bei allen Grabhügeln O—W ausser bei
Nr. 2, wo dieselbe WNW—OSO war; die Grabhügel Nr. 2 und 6 enthielten der Form
nach rechteckige Gräber von bezw. 1.9×0.6 und 2.2×0.7 m Länge und Breite;
die Form der Gräber in den Hügeln Nr. 3—5 und 7 war dagegen unregelmäs-
sig, und, der Länge nach zwischen 1.2 und 1.9 m variierend, massen sie am östlichen
Ende von 0.21 bis 0.4 und am westlichen von 0.3 bis 0.7 m in der Breite; der Boden
der Gräber war in den Grabhügeln Nr. 2, 3, 5 und 7 gleich tief: von bezw. 0.3—0.7
und 0.3 m; in den Hügeln 4 und 6 war die Tiefe an dem östlichen schmalen Ende
bezw. 0.7 und 0.8 m, an dem breiteren westlichen Ende bezw. 0.3 und 0.4 m; das in
dem Hügel Nr. 1 der Form nach unregelmässige Grab, welches 2 m Länge, 1.3 m Breite
am westlichen und 1 m am östlichen Ende mass, unterschied sich von den übrigen
dadurch, dass der Boden, der gegen die westliche Wand gelegenen 0.6 breiten recht-
eckigen Hälfte 0.4 m tiefer als der Boden der anderen Hälfte war, welcher nur eine
Tiefe von 0.4 m aufwies.
Die Gräber in den Hügeln Nr. 3 und 5 enthielten beide je ein auf den Rücken
gestrecktes *menschliches Skelett* mit dem Kopfe im W, hinten etwas auf ausge-
stützt, das Gesicht halb zur Seite gewandt, bei dem einen nach rechts, bei dem an-
dern nach links, und die Arme an den Seiten hinab ausgestreckt; Teile eines menschlichen
Skeletts fanden sich auch in der Erde eines jeden der Hügel Nr. 2, 4, 6 und 7 —in
dem Grabe des Hügels Nr. 4 lag der Kopf an seinem ursprünglichen Platze am west-
lichen Ende des Raumes; das Grab in dem Hügel Nr. 1 enthielt zwei menschliche
Skelette, von denen ursprünglich jedes in eine besondere Hälfte des Grabes gelegt
war; von dem einen Skelett waren nur zwei im östlichen Teil des Grabes an ihrem
ursprünglichen Platze liegende Schenkelknochen übrig; das andere Skelett lag auf dem
Rücken mit dem Kopfe im WSW, hinten durch eine untergelegte Stütze etwas empor-
gehoben, sowie das Gesicht halb nach rechts gekehrt.
Die Gräber der Hügel Nr. 3 und 5 schienen in völlig *unberührtem Zustande*
zu sein, während die übrigen Gräber einer Plünderung ausgesetzt gewesen waren.