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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0055 |
Altertümer aus dem Tale des Talas in Turkestan : vol.1 |
| トルキスタンのタラス峡谷で発見された遺物 : vol.1 |
引用情報
OCR読み取り結果
Länge von O nach W und 0,7 m Breite angetroffen, welcher mit lockrerer Erde aus-
gefüllt war, worin Rollsteine — die grössten von der Grösse eines Menschenkopfes —
nicht ganz dicht eingebettet waren (D).
Der Boden des Raumes oder der Vertiefung, die, wie sich herausstellte, die Grab-
kammer bildete, erstreckte sich 1,4 m tief unter die gewachsene Erde. An der nörd-
lichen Wand dieser Grabkammer, näher dem westlichen Ende, begann eine Höhlung, de-
ren in gleicher Höhe mit dem Boden der Grabkammer liegende Grundfläche der Form
nach abgerundet und etwas unregelmässig war und deren Decke aus einem Erdgewölbe
bestand (E). Diese Höhlung hatte in der Richtung der Grabkammer eine Länge von
ca. 0,8 m, eine Breite von 0,7 m und eine Höhe von 0,8 m.
Auf dem Boden der Grabkammer lag der mittlere Teil eines menschlichen Skeletts,
offenbar in seiner ursprünglichen Lage, die übrigen Teile des Skeletts aber lagen über-
all im Erdlager der Grabkammer zerstreut. Daraus ging hervor, dass das Skelett ur-
sprünglich auf dem Boden der Grabkammer gelegen hat, mit dem Kopf, der jedoch
nicht zu finden war, gegen W, dass aber das Grab nach der Beisetzung der Leiche
einer Plünderung ausgesetzt gewesen ist. Im Erdlager der Höhlung wurden Skelettteile
eines Schafes angetroffen.
In dem Grabe wurden folgende Funde gemacht:
3745: 17. Schalenförmiger Tontopf mit hohem, oben etwas schmälerem Ringfusse; in
aufrechter Stellung in der nordöstlichen Ecke der Höhlung angetroffen. (Taf.
XVI, Fig. 4).
ALTA-BAJ.
In einem Alta-Baj genannten Gebiete etwa 7 km südöstlich von Dmitrievskij, zu
beiden Seiten des Weges, der von dem erwähnten Dorfe nach dem Kalba-Pass führt,
lagen etwa zwanzig Grabhügel, von denen sechs (N:o 28—33) untersucht wurden. Der
Fundort Airi-Tan war nur 2 km in südwestlicher Richtung von hier entfernt. Zwischen
diesen beiden Fundorten, jedoch näher dem ersteren, wurden die fünf unten im Absatz
III beschriebenen Steine mit sog. Jenisseiinschrift gefunden (Taf. XXII—XXIV).
Die bereits erwähnten unten beschriebenen sechs Grabhügel des Fundgebietes
Alta-Baj waren sämtlich ihrer Form nach sphärisch-segmentförmig, aus lehmgemengter
Sanderde, ohne Zusatz von kleinen oder grossen Steinen gebaut und mit ebenem Rasen
überzogen.
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