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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0020 Die Chinesischen Handschriften- und sonstigen Kleinfunde Sven Hedins in Lou-lan : vol.1
スヴェン=ヘディン氏が楼蘭で発見した漢文文書およびその他の遺物 : vol.1
Die Chinesischen Handschriften- und sonstigen Kleinfunde Sven Hedins in Lou-lan : vol.1 / 20 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000227
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OCR読み取り結果

Verkehr, Erzeugnisse, Zeitgeschichte u. a. m.) mit hier und da auch einem neuerlichen
Abstecher in frühere Tage heraufbeschworen.

Bei dieser ganzen — wie man vielleicht zugeben wird, doch umfänglichen —
Arbeit war ich nun, wenigstens bis zur Ankunft des Herrn Ts'ai, der jedoch auch
nur ein im wesentlichen Fertiges begutachten konnte, allein auf mich selbst gestellt.
Nicht als ob ich das bedauerte; im Gegenteil: die Hülfe eines chinesischen Lettré
bei der Sammlung und Vorbereitung des Stoffes, die manche für so unentbehrlich
halten, nimmt m. E. der Arbeit ja gerade ihr köstlichstes Teil, das eigene Forschen
und Finden, weg und macht sie gewissermaßen zur Fabrikware; aber sie würde
mir allerdings viel Zeit erspart haben.

Und diese war mir in jenen Jahren ohnehin etwas knapp zugemessen. Denn
ich wurde nach der Rückkehr aus China nicht bloß durch meinen Beruf ganz be-
sonders in Anspruch genommen — hieß es doch unter anderem, die während meines
dortigen Aufenthalts abgerissenen Fäden wieder anknüpfen —, sondern es drängten
sich auch sonstige literarische Verpflichtungen, vor allem aber Ereignisse persönlicher
und geschäftlicher Natur dazwischen, die mich oft wochenlang von Leipzig und meinem
Arbeitstische fernhielten und so den ruhigen Fortgang der Arbeit empfindlich störten.

Im Zusammenwirken aller dieser Umstände kam es denn, daß das Manuskript
erst Ende 1910 in der Hauptsache vollendet und druckbereit vorlag. Da sich aber
mittlerweile Verlagsschwierigkeiten erhoben hatten, ging dies dann statt in die
Druckerei zunächst für einige Zeit auf Reisen, mit dem Nebenergebnis (habent sua
fata libelli!), daß bei seiner Wiederkunft etliche wesentliche Blätter fehlten, die nach
dem längeren Interim zu ersetzen ein ziemlich mühevolles Geschäft war. Jedoch
auch diese unbehagliche Arbeit des tractata retractandi wurde überstanden, so daß es
nun endlich im August 1911 den bewährten Händen der Drugulinschen Offizin
überantwortet werden konnte; und wäre nicht zuguterletzt noch ein neues und
gewichtiges Hindernis in Gestalt meiner Tätigkeit für die „Internationale Ausstellung
für Buchgewerbe und Graphik" dazwischengetreten, der ich die gewünschte Schaffung
und Einrichtung einer ostasiatischen Abteilung trotz der vorauszuschenden außer-
ordentlichen Schmälerung meiner Zeit nicht abschlagen durfte, so hätte ich wohl
mitsamt den inzwischen ebenfalls hergestellten Tafeln bereits nach etwa Jahresfrist
das Imprimatur erteilt werden können. Unter diesen Verhältnissen war das indessen
leider erst ein Biennium später möglich: im Sommer 1914 lag das Werk zumeist
schon im Reindruck fertig vor bis auf die Nachträge und Verbesserungen, die dann
größtenteils noch im gleichen Jahre hinzugefügt und abgesetzt wurden. Daß die
weitere Arbeit daran während der Kriegszeit nahezu völlig geruht hat, das ist wohl
keiner ausführlicheren Rechtfertigung bedürftig.