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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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Die Chinesischen Handschriften- und sonstigen Kleinfunde Sven Hedins in Lou-lan : vol.1 |
| スヴェン=ヘディン氏が楼蘭で発見した漢文文書およびその他の遺物 : vol.1 |
引用情報
OCR読み取り結果
indem die *Hiung-nu* auch von den *Usun* 烏孫 bedrängt und unter sich uneins
wurden. Aber auch China wurde durch innere Unruhen bedrängt, indem *Wang
Mang* 王 莽, der Schwiegervater des Kaisers *P'ing-li* 平 帝, diesen aus dem Wege
räumte und sich 8 n. Chr. selber zum Kaiser aufwarf. Unter den nach seinem Tode
23 n. Chr. zur Herrschaft gelangten, wegen Verlegung des Hofes von *Ch'ang-an*
長安 (Si-an-fu) nach *Loh-yang* 洛陽 (in der Gegend des heutigen Ho-nan-fu) *Tung
Han* 東漢 oder „östliche Han" genannten Kaisern erneuerten sich alsbald die Streitig-
keiten mit den *Hiung-nu*, wobei der König von *So-ch'e* 疏車 oder *Yarkand* auf
Seite der Chinesen trat. Er sowohl wie der König von *Lou-lan* schickten eine
Gesandtschaft nach China, um eine Statthalterschaft zu erlangen, aber vergebens.
Nach seinem Tod im Jahre 33 n. Chr. nahm sein Nachfolger eine chinafeindliche
Haltung an und nötigte achtzehn kleine Staaten, worunter *Shan-shan*, sich an den
Kaiser um Hilfe zu wenden. Der König von *Shan-shan* ließ die Abgesandten
von *Yarkand* töten und floh in die Berge. Da von China keine Hilfe kam, nahmen
*Shan-shan* und andere kleine Länder ihre Zuflucht zu den *Hiung-nu*. Das geschah
im Jahre 46 n. Chr. Unter dem Kaiser *Ming-ti* 明帝 wurde die Macht von *Yarkand*
(*So-ch'e*) gebrochen, und *Khotan* erneuerte sein altes Bündnis mit China. Im
Jahre 65 schickte dieser Kaiser Gesandte nach Indien, welche buddhistische Werke
mitbrachten. 72 n. Chr. und in den folgenden Jahren fanden erfolgreiche Feldzüge
der Chinesen gegen die *Hiung-nu* und die *Ku-shi* statt. Erstere wurden in der
Gegend von *Hami* geschlagen. Der kaiserliche Feldherr *Tou Ku* 竇固 sandte den
nachmals so berühmt gewordenen *Pan Ch'ao* 班超 an den Hof des Königs von
*Lou-lan*, wo er das Lager des Gesandten der *Hiung-nu* angriff und diesen ums
Leben brachte. Im Jahre 123 gründete *Pan Ch'ao* die Niederlassung *Liu-chung*,
wahrscheinlich das spätere *Luktschin* im N. O. von *Khara-khodscho*. Dies geschah
infolge eines Rates, den der Bezirksvorsteher von *Tun-huang* 燉煌 (敦煌, 屯皇) erteilt
hatte für den Fall, daß zwei andere Vorschläge nicht angenommen würden. Diese
lauteten dahin, daß entweder der Hunnenfürst *Hu-yen* 呼衍 mit 2000 Mann aus der
Gegend von *Tsiu-ts'uan* 酒泉 (*Su-chou*) abgeschnitten und mit 5000 Mann aus
*Shan-shan* der hintere Stamm der *Ku-shi* 姑(師)師 (*Ku-ch'eng* 孤城) angegriffen werden,
oder daß man *Kiao-ho* 交河 aufgeben und die Bevölkerung von *Shan-shan* usw.
hinter die Befestigung am *K'un-lun* 崑崙 zurückziehen möchte. Man sieht, daß
Truppen aus *Shan-shan* in *Kiao-ho* (bei Turfan) lagen, aus welcher Gegend die
*Ku-shi* schon um 60 v. Chr. über den *T'ien-shan* zurückgetrieben worden waren.¹
Noch im Jahre 150 fand ein Einfall der nördlichen Hunnen in das Gebiet von *I-wu-lu*
伊吾廬 (*Hami*) statt. Auf beiden Seiten waren es nur kleinere Heere, die beteiligt
waren. *I-wu-lu* blieb unter chinesischem Schutze; von *Shan-shan* ist nicht weiter
die Rede. Erst im Jahre 220, — schon zur Zeit der „drei Reiche" — erschienen
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