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0069 Die Chinesischen Handschriften- und sonstigen Kleinfunde Sven Hedins in Lou-lan : vol.1
Die Chinesischen Handschriften- und sonstigen Kleinfunde Sven Hedins in Lou-lan : vol.1 / Page 69 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000227
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händigung des *ming* geschieht in derselben Weise."¹ Gerade dieses Erfordernis: die Rückgabe des Kreditivs unter gleichzeitigem Berichte, findet übrigens möglicherweise schon in einem der ältesten Teile des *Shu-king* seine Bestätigung.² Auch

¹ 嗣進使者, 使者執圭 .... 上介執璋 .... 反命日, 以君命聘于某君云云. 宰自公左受玉受上介璋. 致命亦如之 *Ngi-li-Chong-ngi* 18, 5ᵃ, 6ᵃ.
² Nämlich *Shu-king* III, 1 (2), 23. Denn m. E. würde die dortige Nachricht, daß *Yü* nach der Bändigung der Flut „ein dunkles *kui* schenkte und die Vollendung seiner Arbeit ankündigte" (高 錫 圭 告 厥 成 功), die den chinesischen Interpreten so viel Kopfzerbrechen gemacht und nach Legge's nicht unbegründeter Ansicht *Sse-ma Ts'ien* zu einer vollständigen Umdrehung seiner Arbeit veranlaßt hat (anders dagegen Chavannes, Mém. hist. I, 149, 5) — sie würde die Hauptschwierigkeit verlieren, wenn man sie als eine Angabe über den Bericht auffaßt, welchen *Yü* dem Kaiser unter Rückgabe des ihm zu seiner Arbeit autorisierenden *kui* erstattet hat. Allerdings ist der Ausdruck „schenken" ungewöhnlich; aber andererseits spricht doch die Farbe des Steines, wie auch chinesische Kommentatoren gefunden haben, für eine Beziehung auf das Wasser, den „dunklen Wein" (玄 酒) des späteren Zeremoniells (vgl. die Nachricht der Bambusbücher [Chin. Class. III, vol. 122], daß Kaiser *Mong* im Jahre 1788 v. Chr. 以 圭 珪 貢于河 „mit dem [Gott des] *Ho* dem [Gott] *Ho* begrüßt" habe), und war dann also mindestens ein symbolischer Hinweis auf die Tätigkeit daran, und die Bezeichnung *kui* läßt denn

doch vermuten, daß es sich nicht bloß um einen beliebigen seltenen Stein gehandelt hat, wie Legge meint. Eine gewisse Stütze scheint mir meine Auffassung auch durch die beiden *kui* zu erhalten, die man nach dem *Ku-yük-t'u-pu* (1, 2ᵛ) um 1055 n. Chr. im Huang-ho gefunden hat, und die auf der Rückseite durch eine Inschrift vermutlich aus der Periode *K'ai-yüan* (713—42) als „die dunklen *kui* des Königs *Yü* zur Regulierung der Wasser" (禹 王 治 水 圭 圭) bezeichnet werden. Denn wenn sie natürlich auch nicht aus dieser Sagenzeit stammen, so zeigt doch ihre feierliche Verwendung zum Opfer an den Strom wie namentlich das Ornament ihrer Vorderseite wohl, daß sie uralt oder doch einer uralten Vorlage nachgebildet waren; und da sich nun dies Ornament m. E. am ungezwungensten als eine Land- oder vielmehr Flußkarte, als die Abbildung eines Stromnetzes deuten läßt, so könnten sie in der Tat einen solchen Auftrag zur Terrainregulierung oder einen Bericht darüber symbolisch darstellen. Ähnlich faßt sie auch das *Ku-yük-t'u-pu* auf, nur daß es in der Verzierung echte Schriftzeichen und zwar eine Mitteilung über die Terrainbeschaffenheit sieht, wie *Yü* seine Arbeit erst ermöglichte, und daß es annimmt, er habe sie nach deren Vollendung (als ein Zeugnis davon) auf einem heiligen Berge opfernd vergraben (觀 其 書 法, 與 禹 王 齡 鐫 碑 一 囧 .... 禹 王 受 命 治 水, 元 夷 養 水 使 者 授 以 元 圭. 上 有 文 字 恰 知 九 州 高 下, 得 以 疏 導 咸, 勒 功 成 之 後 仰 瘞 此 圭 崇 名 山). Und allerdings könnte die *Shu-king*-Stelle auch die Mitteilung an eine Gottheit (des Flusses) meinen; denn solche Berichte über die Tätigkeit gerade auch an Flüssen hat China wohl zu allen Zeiten gekannt: es ist ja analog den Bräuchen beim Vertrage, wo man mit dem Opfertiere stets