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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0091 Die Chinesischen Handschriften- und sonstigen Kleinfunde Sven Hedins in Lou-lan : vol.1
スヴェン=ヘディン氏が楼蘭で発見した漢文文書およびその他の遺物 : vol.1
Die Chinesischen Handschriften- und sonstigen Kleinfunde Sven Hedins in Lou-lan : vol.1 / 91 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000227
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OCR読み取り結果

Schrift tritt ganz an die Stelle des Ornaments und öfters auch der reden-
den Form. Dafür sind Beispiele u. a. ein huang (璜) der ausgehenden Chou- oder
der Ts'in-Epoche, zum Opfer an den Norden dienend, das völlig ornamentlos nur
die Bezeichnung hüan-huang (支璜), „dunkles (d. h. das Wasser als das Element des
Nordens und damit diesen selber symbolisierendes) huang" aufweist,¹ indes ein andres,
dem Ornament nach wesentlich älteres, diese seine Bestimmung nur durch zwei (Wasser-)
Drachen anzeigt;² ferner ein pih zum Himmelskultus ohne jede Verzierung, nur mit
der Aufschrift 乾 k'ien „Himmel"³ und drei ebensolche tsung, deren eines einfach
als „tsung" (琮) etikettiert ist,⁴ während sich die zwei anderen, wortreicher schon,
durch die Zitate aus dem Yih-king: 大哉坤元 ta-tsai k'un yüan „groß wahrlich ist
die Erde Zeugungskraft"⁵ sowie 坤厚載物 k'un hou tsai wuh „die Erde, fest, trägt
(alle) Dinge" ausweisen,⁵ sowie last but not least ein Kreditiv zur Truppenaus-
hebung, das bei sonst gleicher Form die Zähne und die Zahnornamente des alten
ya-chang gänzlich aufgegeben hat, um sie dafür durch die Mahnung: 起軍旅 ki
kün-lü „hebe ein Heer aus!"⁶ geradezu zu übersetzen.⁶ — Möglicherweise darf man
noch eine Mittelstufe zwischen dieser und der vorigen annehmen. Wenigstens schaut
es ganz wie eine solche aus, wenn ein Rangszepter des Königs das achtmal wieder-
holte Zeichen 正 cheng „regieren" als ein — übrigens recht geschmackvolles —
Ornament verwendet, das zugleich einen Sinnrebus vorstellt: 八正 pah cheng „die
acht regierten" (Weltgegenden nämlich, oder „achtfach", d. h. die ganze Welt, „regie-
rend"); dieser Zwitter von Schrift und Ornament, der nebenbei auch wieder deren
innigen Zusammenhang bekundet, ist das Äquivalent der Berge auf dem „Schutz-
oder Bergeszepter" chen-kui.⁷ Und ähnlich steht es mit der Verwendung der Tri-
gramme und Hexagramme, da sie ja zwar der Schrift vielleicht prinzipiell nahestehen
und, wenigstens die Trigramme, sogar Stammformen echter Schriftzeichen enthalten
mögen,⁸ aber doch auch ganz den Ornamentcharakter haben. Wir finden sie als
einzige Bezeichnung z. B. auf einem jener pih (Trigramm 1: k'ien „Himmel"),⁹ auf