国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0094 |
Die Chinesischen Handschriften- und sonstigen Kleinfunde Sven Hedins in Lou-lan : vol.1 |
| スヴェン=ヘディン氏が楼蘭で発見した漢文文書およびその他の遺物 : vol.1 |
引用情報
OCR読み取り結果
auf Holz so gut wie auf Jadeszeptern gefunden werden, z. B. Prophezeiungen,¹ und endlich, daß ein hölzerner Schriftstab die Stelle des Szepters einnimmt, wie dies bei den *hih* (楅) der Fall ist, die zur Einberufung (von Truppen) dienten² und übrigens noch so viel von dem alten Symbolismus gerettet hatten, daß man sie bei dringenden Fällen mit einem Hahnenflügel befiederte.³ Auf ein solches *hih* mag sich vielleicht schon das *kien-shu* (簡書) des *Shi-king* (II, 1, VIII, 4) beziehen, das auch Chavannes mit den Stäben identifiziert hat. Am merkwürdigsten wird aber der formale Zusammenhang der Szepter mit den Schriftstücken einer- und vielleicht auch wieder dem Kerbholz andererseits durch die Entwicklungsgeschichte des „großen Szepters" (大圭 *ta-kui*) illustriert. Wie schon der Name sagt, wurde es zu den eigentlichen Szeptern gerechnet, und zwar will es *Cheng Hüan* (zu *Shi-king* IV, 3, IV, 4, zitiert KYTP. 4, 8⁴) sogar dem dort genannten „großen *k'iu*" (大璩), also einem echten Lehensszepter, gleichsetzen, wie es denn in der Tat wenigstens in seiner sogleich zu besprechenden zweiten Eigenschaft aus *k'iu*-Stein bestand und darum auch *k'iu-kui* (璩圭) hieß.⁴ Nach *Kuan-tze* war es dagegen ein Ritualszepter, das der König in der Hand trug, „um der Sonne aufzuwarten",⁵ und bei dieser Zeremonie hat es denn auch nach dem *Chou-li* figuriert, nur daß es der König dabei im Gürtel trug,⁶ und dies letztere war in der Tat die Regel, wie sich aus *Li-ki* und *Muk-tien-tze-chuan* ergibt.⁷ Jedenfalls aber hat es zu den vornehmsten Insignien des Königs gezählt, dessen korrektes Verhalten es angeblich — wohl durch seine gerade Form — versinnbildlichen sollte.⁸ Dieses Szepter war zugleich auch — eine Schreibtafel: denn so allgemein und positiv wird diese, das *huh* (笏) mit dem *ta-kui* und dem gleichbedeutenden *t'ing* (珽) identifiziert,⁹ daß wohl kein Zweifel an der Richtigkeit bestehen kann. Auch das *huh* wurde im Gürtel getragen, und wenn es beim König eben das *ta-kui* aus *k'iu*-Stein war, so hatten die Fürsten und Beamten secundum ordinem Äquivalente dafür aus anderen Stoffen (Bambus, Elfenbein). Dabei war es ein so unerläßlicher Begleiter des Beamten, daß es, ähnlich wieder
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