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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0212 Die Chinesischen Handschriften- und sonstigen Kleinfunde Sven Hedins in Lou-lan : vol.1
スヴェン=ヘディン氏が楼蘭で発見した漢文文書およびその他の遺物 : vol.1
Die Chinesischen Handschriften- und sonstigen Kleinfunde Sven Hedins in Lou-lan : vol.1 / 212 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000227
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OCR読み取り結果

2b/3a: 汝無以嬖御困丕 I „beenge du nicht mit Kebsen die rechte' Königin" (im
Li-ki 9 (30), 56a gekürzt, mit kleinen Varianten und einem Sheh-kung [蔡公] an
Stelle des Chai-kung [祭公], offenbar des bekannten 謀父 Mou-fu) in den Mund
gelegt), welcher Passus im Falle der Echtheit — und die Beglaubigung durch das
Li-ki, das ja überhaupt öfters, z. B. im Kap. Ming-t'ang-wei, wörtlich mit dem Chou-
shu übereinstimmt, könnte wohl dafür sprechen — in die Zeit des Muh-wang zurück-
führen würde. Nach unten schließen sich dann noch an Ch'un-ts'iu, Siang-kung 15
(= 537 v. Chr.) mit derselben Formel wie oben; ferner Tso-chuan, Ch. Cl. V, 189:
王…將以其女爲 I „der König... beabsichtigte ihre (Häuptlings-)Tochter zu (seiner)
Königin zu machen" (vgl. ebendort 惠 I: V, 190 先 I) und V, 454: 靈王求 I 於青
„Ling-wang warb in Ts'i um eine Königin (Gemahlin)", während das nachfolgende
天子求 I 於諸侯 „wenn der Himmelssohn bei einem Lehensfürsten um eine Königin
wirbt" als den „Ritualsprüchen der früheren Könige" (先王之禮辭) angehörig wieder
ein höheres Alter beanspruchen darf; dann die 皇 I des Muh-t'ien-tze-chuan (6, 3a)
und endlich in der Ts'in-Zeit Lü shi-Ch'un-ts'iu 26, 6b: I 妃率九嬪蠶於郊, 桑於公田
„die Königin (kaum: „die K. und die erste Nebenfrau") leitete die 9 Frauen 2. Ranges
zur Pflege der Seidenraupen im Weichbild und zum Pflücken der Maulbeerblätter
im Herrenfelde", sowie mit einem wahren Überschwang von Zeugnissen des Chan-
kuo-ts'ê (z. B. 后 allein: 4, 64a; 5, 23b, 24a; 10, 15a [陰姬與江姬爭爲 I „Yin Ki
stritt mit Kiang Ki ums Königinwerden"]: 王 I: 3, 75a, 75b; 4, 50b, 62b, 63a, 64a
[以太史之女爲 I I „erhob die Tochter des Großastrologen zur Königin"]: 太 I
[„Königin-Mutter"]: 1, 12b; 3, 28a, 31b, 49b, 50a, 76a; 6, 48a).
Die Zweigeschlechtigkeit des Wortes, die übrigens auch noch bei andern
seinesgleichen vorkommt (z. B. 帝 „Göttin": Shi-king I, 4, III, 2; 君, 君子 [wenigstens
nach der landläufigen Ansicht] „Fürstin": l. c. I, 1, IV, 1—3; I, 4, V, 2, vgl. 小君 dass.:
Lun-yü XVI, 14) und nach dem Charakter des chinesischen Appellativums eigentlich
auch gar nicht auffällig ist — diese Zweigeschlechtigkeit läuft somit durch die ganze
Chou- und die Ts'in-Periode. Wenn also Grube (Rel. und Kultus d. Chinesen, S. 34
u. 35) die feminine Bedeutung von 后 erst in der Han-Zeit aufgekommen sein läßt,
so muß das leider als ein Irrtum bezeichnet werden, und damit wird denn zugleich
seine These, daß auch die Auffassung der Erde als einer weiblichen Gottheit erst
damals entstanden sei, einer wesentlichen Stütze beraubt. Aber sie scheint mir
freilich — um auch dies noch beizufügen — ohnehin nicht zu den sichersten zu
gehören; man zu der Frage gesammeltes Belegmaterial zwingt mich vielmehr, ent-
gegen Plath, Grube und Chavannes und noch weitergehend als Laufer (Jade
S. 144 ff.) anzunehmen, daß man sich die Gottheit der Erde (und desgl. wohl des
Landes, 社) auch in China schon in sehr alter Zeit, wahrscheinlich sogar von Anfang